• 19.08.2008, 11:27:11
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BM Hahn: "Kluge Köpfe brauchen noch klügere Förderstrukturen"

Stärkung des Forschungsstandortes Österreich mit gezielter Personenförderung

Wien (OTS) - "Die nachhaltigste Sicherung des Forschungsstandortes
Österreich stellen Investitionen in den wissenschaftlichen Nachwuchs
dar. Gut qualifizierte Forscher/innen, für die es attraktive
Arbeitsbedingungen gibt, sind die Grundlage, um Österreich in den
nächsten Jahren an die europäische Spitze zu führen", sagt
Bundesminister Johannes Hahn im Rahmen der heutigen Pressekonferenz
im Vorfeld zu den Alpbacher Technologiegesprächen.

Nicht nur der Österreichische Forschungsdialog, sondern auch eine
hochrangige Expert/innengruppe der Europäischen Kommission haben sich
in den letzten Monaten mit der Frage einer gezielten und
strukturierten Nachwuchsförderung und Erweiterungsmöglichkeiten für
die Mobilität zu Lernzwecken auseinandergesetzt. "Die Ergebnisse auf
EU Ebene bestätigen unsere Strategie der Ausweitung von
Mobilitätsprogrammen für Studierende und Graduierte", so Hahn. Bis
2020 sollen 50 Prozent aller Hochschulabsolvent/innen im Rahmen ihres
Studiums mindestens einen Studien-, Forschungs- oder Praxisaufenthalt
im Ausland absolviert haben, 25 Prozent aller Professuren mit Frauen
besetzt sein und 50 Prozent aller PhD-Absolvent/innen weiblich sein.

"Mit Maßnahmen zur Steigerung der Studierenden- und
Graduiertenmobilität wie der Weiterentwicklung der
Postgraduate-Stipendien, um Doktorand/innen Forschungsaufenthalte von
bis zu 12 Monaten im Ausland zu ermöglichen oder auch der
Bereitstellung von Mitteln zur Förderung eines zweiten
Auslandsaufenthaltes von Studierenden im Rahmen ihrer Ausbildung,
wollen wir einen Europäischen Wissensraum schaffen und den
europäischen Binnenmarkt stärken" präsentiert Bundesminister Hahn
eine von insgesamt vier Initiativen in die das Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung (BMWF) in den nächsten Jahren investieren
wird.

Weitere Ziele sind die Erhöhung der Beteiligung an ERASMUS MUNDUS,
die gezielte Frauenförderung im wissenschaftlichen Nachwuchs sowie
die Schaffung eines positiven Umfelds für Forscher/innen.

Das Programm ERASMUS MUNDUS der Europäischen Union, welches darauf
abzielt, die Attraktivität des europäischen Hochschulraums für
Studierende aus Drittstaaten zu erhöhen, erlebt ab 2009 eine
Neuauflage. Mit dem Projekt AUSTRIA MUNDUS soll die Beteiligung
österreichischer Universitäten und Fachhochschulen an ERASMUS MUNDUS
II erhöht werden.

"Das wissenschaftliche Umfeld bietet für Frauen nach wie vor oft
unüberbrückbare Hürden. Diese Hürden müssen im Interesse der Frauen,
aber auch im Interesse des Forschungs- und Wissenschaftsstandortes
Österreich überwunden werden.", sagt der Forschungsminister und
startet eine Informationskampagne, um Frauen gezielt auf die
vorhandenen Fördermöglichkeiten aufmerksam zu machen und sie bei der
Antragstellung im Bereich der Förderprogramme zu unterstützen. "Wir
wollen Frauen Mut machen sich dem Wettbewerb zu stellen.", so Hahn.

Als viertes Ziel soll ein positives Umfeld für Forschende geschaffen
werden um im globalen Wettbewerb um die besten Köpfe erfolgreich sein
zu können. Um die Attraktivität des Forschungsstandortes Österreich
für junge Wissenschafter/innen zu sichern und zu erhöhen sollen
Servicestellen für Forscher/innen geschaffen werden. Diese
Servicestellen sollen im Rahmen der Leistungsvereinbarungen mit den
Universitäten eingerichtet werden und durch die Vermittlung von
Arbeitsstellen für Partner/innen von Forschenden oder die Vermittlung
von Kindergartenplätzen die Universität als Arbeitgeber attraktiver
machen.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Presse: Mag. Doris OSTERMANN, Tel.: +43/1/53120-9006

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