- 15.08.2008, 11:18:20
- /
- OTS0038 OTW0038
ÖAMTC: Pannenstreifen freihalten
Club fordert hartes Durchgreifen gegen Disziplinlosigkeiten
Wien (OTS) - Einige Unfälle führten Donnerstag am späten
Nachmittag und Abend vor dem langen Wochenende zu Staus auf
Hauptverbindungen. So bildeten sich auf der West Autobahn (A1) in
Niederösterreich nach Verkehrsunfällen vor Pöchlarn Richtung Wien
Staus, die eine Länge von 18 Kilometern erreichten. Immer wieder
wurden Autofahrer beobachtet, die auf dem Pannenstreifen am Stau
vorbeifahren wollten, berichtet der ÖAMTC.
Das Vorfahren auf dem Pannenstreifen neben langen Staus ist nicht
nur lästig, sondern auch sehr gefährlich. Rettungskräfte können im
Notfall nicht zu einer Unfallstelle zufahren. "Die Strafrahmen sehen
sehr hohe Strafen vor. Die Behörden sollten diesen Rahmen gegenüber
Rowdys ausnützen!" Mit diesen scharfen Worten reagiert ÖAMTC-Jurist
Martin Hoffer auf immer wieder beobachtete Disziplinlosigkeiten
einiger Autolenker.
"Im Stau glauben manche, sie seien gleicher als gleich, überholen
die stehende Kolonne am Pannenstreifen und versuchen, sich dann
wieder reinzuzwicken", so Hoffer. Dabei wird der Pannenstreifen
blockiert, Einsatzfahrzeuge können nicht zu ihren Einsatzorten
gelangen. Erst am 26.Juli konnte die Feuerwehr bei einem
Fahrzeugbrand im Tunnel Vösendorf auf der S1 nur mit viel Mühe zum
Feuer vordringen.
Das Strafmaß bis zu 2180.- Euro sollte laut ÖAMTC dabei helfen,
mit dem Irrglauben aufzuräumen, es handle sich um ein Kavaliers- und
nicht um ein Vormerkdelikt. Sollte es wegen der Behinderung eines
Rettungsfahrzeuges wirklich zu Schaden an Leib und Leben kommen,
drohen den disziplinlosen Lenkern Verfahren wegen der "Schwere der
Folge", gibt Hoffer zu bedenken.
Der Club tritt für ein konsequentes Durchgreifen bei diesem
Vergehen ein. "Es muss sich bald ein Lerneffekt einstellen, bevor
etwas Schwerwiegendes passiert", so Hoffer abschließend. Der Club
erinnert auch an seine Forderung nach gesetzlicher Einrichtung einer
sogenannten Rettungsgasse zwischen zum Stillstand gekommenen
Fahrzeugkolonnen. Diese Maßnahme würde auch dort helfen, wo es (z.B.
auf manchen Brücken) keine Pannenstreifen gibt.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Alfred Obermayr
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAC






