- 14.08.2008, 17:47:38
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Plassnik: "Standhaftigkeit in EU-Fragen wird geschätzt"
Außenministerin zu Ergebnissen der IFES-Umfrage
Wien (OTS) - "Die Österreicher wissen, was sie an der EU haben.
Die heute von IFES präsentierten Ergebnisse der jüngsten Umfrage
beweisen dies erneut in aller Klarheit", erklärte Außenministein
Ursula Plassnik. "Ich habe nie jene Dramatik bei der Einschätzung der
EU durch die Österreicher gesehen, die manche behauptet und mit der
sie zuletzt ganz massiv auf negative Weise Politik gemacht haben. Die
Österreicher sind anspruchsvolle, selbstbewusste und kritische
EU-Bürger. Aber sie lassen sich weder von einer Regierungspartei noch
von einem Zeitungsherausgeber ins Eck der `Entrechteten und
Enttäuschten unter einer EU-Diktatur´ drängen."
Die Außenministerin weiter: "Es zahlt sich aus, in dieser für
unser Land und seine Zukunft wesentlichen Frage standhaft zu bleiben.
Die Bevölkerung will keine Beliebigkeit. Sie schätzt klare
Standpunkte. Was gar nicht ankommt, ist ein Missbrauch des Themas
Europa für persönliche Zwecke und Machtzuwachs. Das ist Zynismus."
"Die Ergebnisse der IFES-Umfrage", so die Außenministerin, "zeigen
auch, wie viel von einer präzisen Fragestellung abhängt. Das
EU-Meinungsbild der Österreicher ist um einiges differenzierter als
das manche darstellen wollen. Selbstverständlich muss man auf die
EU-Skeptiker eingehen: durch gezielte Information, verstärkte
Überzeugungsarbeit und aktiven politischen Gestaltungswillen. Der
öffentlich-rechtliche ORF ist mit seiner Informationspflicht klar
gefordert. 75 Prozent wollen vom Fernsehen, 53 Prozent vom Radio mehr
Information über das Europäische Parlament und andere EU-Bereiche.
Hier kommt ein ganz massiver Hörer- und Seherwunsch zum Ausdruck, dem
Rechnung zu tragen ist - unter anderem durch die Schaffung neuer
Formate. Wenn der ORF von sich aus nicht die Notwendigkeit sieht,
dann weise ich darauf hin: es ist der mehrheitliche Wunsch der
Österreicher."
Die Außenministerin abschließend: "Ich lasse mich von meiner
überzeugten Europaarbeit nicht abbringen. Ein bedeutender Schritt, um
deutlich zu machen, in wie vielen Bereichen unseres Alltags EU-Mittel
wichtig sind, ist die bessere und klarere Kennzeichnung von
EU-Förderungen in Österreich, wie sie der Ministerrat diese Woche auf
meine Initiative hin beschlossen hat."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Presseabteilung Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550 Fax: ++43 (0) 50 1159-213 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at http://www.bmeia.gv.at
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