• 14.08.2008, 11:24:39
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AK: Schluss mit der Preistreiberei!

Verfassungsdienstgutachten bestätigt: Minister Bartenstein muss bei hohen Lebensmittelpreise tätig werden - BWB soll auch Heizölmarkt auf den Prüfstand nehmen

Wien (OTS) - "Leicht sinkende Juli-Inflation heißt leider nicht
niedrigere Lebensmittelpreise", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die
Preise sind auf einem hohen Niveau, und im Vergleich zum Vorjahr noch
immer überdurchschnittlich teurer sind vor allem Produkte, die jeder
braucht: Öle, Milch, Brot, Teigwaren. Auch die Heizölpreise sind auf
einem extrem hohen Stand. "Und Vorteile sinkender Rohölpreise werden
nicht schnell genug weitergegeben", kritisiert Tumpel. Kampf den
hohen Preisen, fordert die AK Preisminister Bartenstein erneut auf,
endlich was zu tun. Außerdem muss die Bundeswettbewerbsbehörde im
Zuge der Branchenuntersuchung bei den Benzinpreisen auch den
Heizölmarkt unter die Lupe nehmen - die AK ortet ähnliche
Wettbewerbsprobleme wie am Treibstoffmarkt.

Die Lebensmittelpreise verharren auf einer sehr hohen Preismarke.
Gegenüber Juli 2007 sind sie noch immer um 7,1 Prozent teurer. So
kosten Teigwaren um 43,5 Prozent mehr als noch im Juli 2007, Gouda um
20,8 Prozent, sortenreines Pflanzenöl um 30,3, Prozent, Milch um 1,5
Prozent und Mischbrot um 8,4 Prozent.

Auch trotz fallender Rohölpreise ist Heizöl extrem teuer.
Gegenüber Juli 2007 kostet Heizöl noch immer um die Hälfte mehr. Eine
AK Analyse zeigt: Seit heurigen Juli ist der für Österreich relevante
Rohölpreis der Sorte Brent um elf Euro (11,3 Prozent) gesunken. An
den Heizölpreisen ist diese Preissenkung fast spurlos vorbeigegangen.
Erst seit Anfang August gehen die Heizölpreise langsam auf knapp
unter einem Euro pro Liter zurück, allerdings auf eben einem sehr
hohen Preisniveau. "So zahlt eine Familie in einem Einfamilienhaus
mit 3.000 Liter-Verbrauch im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 1.100
Euro mehr", rechnet Tumpel vor.

"Ob Essen, Strom, Benzin oder Heizen, die Konsumenten zahlen
Höchstpreise", sagt Tumpel. "Die Preistreiberei muss endlich gestoppt
werden." Daher verlangt Tumpel: Minister Bartenstein muss als
Preisminister seine Möglichkeiten nutzen und Betriebsprüfungen
durchführen, um die Preistreiberei zu stoppen. Auch ein Gutachten des
Verfassungsdienstes bestätigt schwarz auf weiß: Minister Bartenstein
hat im Vorprüfungsverfahren Betriebsprüfungen durchzuführen. Seit dem
AK Antrag nach dem Preisgesetz im Juni könnte der Minister
Betriebsprüfungen mit Einschau in die Kalkulationen der Unternehmen
durchführen - denn nur so kommt man den Verursachern der
Preistreiberei auf die Spur!

Rückfragehinweis:

Doris Strecker
   AK Wien Kommunikation
   tel.: (+43-1) 501 65-2677
   tel.: (+43)664 845 41 52
   mailto:[email protected] 
   wien.arbeiterkammer.at

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