- 13.08.2008, 13:02:53
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Muti: 2010 Gluck-Oper mit Garanca in Salzburg - Zukunft in Wien fraglich.
Wien (OTS) - Riccardo Muti wird den Salzburger Festspielen trotz
seiner Verpflichtung als Chef des Chicago Symphpony Orchestra weiter
jeden Sommer zur Verfügung stehen. Das erklärt der italienische
Star-Dirigent in einem Interview für die morgen erscheinende
NEWS-Ausgabe. Muti dirigiert 2009 Rossinis "Moses und der Pharao" mit
dem russischen Bassisten Ildar Abdrazakow. Für 2010 ist laut Muti ein
Gluck-Projekt mit Elina Garanca fixiert.
Die Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper hingegen beschränkt
sich bis auf weiteres auf ein Japan-Gastspiel, denn, so Muti: "Meine
Fixpunkte sind jetzt die Wiener Philharmoniker, Salzburg und Chicago.
Dominique Meyer ist mein Freund und möchte, dass ich etwas bei ihm
mache. Aber das muss ich erst sehen. Ich muss meinen Terminplan
komplett überdenken."
Muti wehrt sich auch gegen die zum Teil harschen Kritiken für
seinen Salzburger "Otello" und den als stimmschwach taxierten
Titelhelden Aleksandrs Antonenko: "Wir hatten in der Vergangenheit
viele Sänger, die den Otello brüllten. Er muss aber gesungen werden,
fast wie ein Monteverdi. Es kommt auf die Art an, wie man Dinge sagt.
Auf den Verdi-Ton, den man hat oder nicht. Antonenko hat ihn."
Ohne auf den ausgebuhten und verheerend rezensierten Regisseur
Stephen Langridge namentlich einzugehen, sagt Muti: "Intelligente
Regisseure, wie Strehler einer war, findet man kaum. Er machte Regie
aus Musik, so wie Verdi in der Musik die Regie vorgibt, aber nicht
auf eine stupide und simple Weise. Es reicht nicht, dass man dem
Tenor sagt, wo er auftreten soll. Verdi sagt mit jedem Akkord, was
man machen muss. Wenn der Regisseur viel von Verdi versteht, weiß er
das - wenn nicht, kommt es zu Konflikten mit dem Dirigenten."
Er selbst schätze Robert Carsen - "wenn er nicht einen seiner
allzu seltsamen Wege einschlägt" -, Peter Stein und Patrice Chéreau.
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