ÖAMTC: Ambulanzjets im Dauereinsatz, acht österreichische Urlauber heimgeholt

Von Pristina, Plodviv, Zadar, Zagreb nach Wien, Linz und Salzburg

Wien (OTS) - Beim Schutzbrief-Notruf des ÖAMTC gehen täglich bis zu 1.000 Anrufe ein. Am andere Ende verzweifelte Clubmitglieder, die dringend Hilfe brauchen. "Besonders zur Urlaubszeit erreichen uns zahlreiche Hilferufe auch aus dem Ausland. Meistens melden sich die Angehörigen oder Ärzte von schwerverletzten Urlaubern, die so schnell wie möglich in ein österreichisches Krankenhaus verlegt werden wollen. Unsere Ambulanzjets sind derzeit im Dauereinsatz", erzählt Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

Berlind D. (16) aus Alkoven bei Linz wurde am 11. August im Kosovo bei einem schweren Verkehrsunfall verletzt. Der Lehrling wurde erst nach Zakovice und dann nach Pristina gebracht. "Dort stellte sich heraus, dass die medizinische Versorgung vor Ort unzureichend war. Der Vater des Verletzten nahm daraufhin sofort Kontakt mit dem ÖAMTC auf", sagt Tagunoff. Die schweren Wirbelsäulenverletzungen erforderten auf dem schnellsten Wege einen direkten Transport nach Linz. Gestern um 14.50 Uhr landete Berlind D. in einem Solojet der Tyrol Air Ambulance (TAA) am Blue Danube Airport Linz und wurde sofort zur weiteren Behandlung ins Wagner Jauregg-Krankenhaus überstellt.

Parallel zu diesem Einzelflug startete gestern ein Großraum-Ambulanzflugzeug der Tyrol Air Ambulance zu einem Mehrfach-Etappenflug, um gleich einige Patienten zurück nach Österreich zu bringen.

Erste Station der Reise war Plodviv in Bulgarien, wo eine Salzburger Familie an Bord genommen wurde. Für die fünfköpfige Familie Ö. endete ihr Urlaub mit einem schweren Verkehrsunfall. Mutter Jevrie Ö. erlitt dabei eine Hüftfraktur, dazu schwerste Quetschungen, Rippenfrakturen und einen hohen Blutverlust, Töchterchen Melike (Jahrgang 2004) einen Handbruch und eine Schädelprellung. Der Vater und eine weitere Tochter wurden leicht verletzt. Bei der dritten Tochter Diden (Jahrgang 2001) erforderten Brüche in beiden Hüften und ein hoher Blutverlust dringend eine Notoperation. Das Kind wurde bereits am Sonntag, 10. August mit einem Ambulanz-Jet der TAA nach Salzburg geflogen und noch am selben Tag im Landeskrankenhaus operiert. Tagunoff berichtet: "Bei dem Autounfall spielten sich dramatische Szenen ab. Nach Augenzeugenberichten wurden die Kinder bei dem Unfall aus dem Auto geschleudert, das Fahrzeug ging in Flammen auf. Mutter und Kinder wurden mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Vater rief noch hörbar unter Schock vom Unfallort aus beim ÖAMTC an. Mithilfe unserer Partner vor Ort konnten wir die Salzburger Familie vom Unfall weg sofort betreuen und die schnelle Überstellung nach Österreich organisieren."

Die zweite Landung erfolgte in Zadar (Kroatien). Dort wurden der neunjährigen Rene W. aus Mank (NÖ) und seine Mutter aufgenommen. Der Bub hatte die vergangenen Tage mit einer beidseitigen Lungenentzündung auf der Intensivstation im Krankenhaus verbracht. Nächster Stopp war Zagreb mit der Abholung von Sakib S. aus Grödig (Salzburg). Er hatte bei einem Zusammenstoß seines Autos mit einem Lkw am 2. August ein schweres Polytrauma und schwere Brustkorbverletzungen mit Rippenserienfrakturen erlitten.

Der Rückflug erfolgte von Zagreb via Wien nach Salzburg. Rene W. wurde nach der Landung in Wien-Schwechat direkt ins SMZ-Ost überstellt. Die anderen verletzten Passagiere landeten um 16.40 Uhr in Salzburg. Der Flug verlief für alle Patienten ohne Komplikationen.

Die Gesamtkosten für die Krankenhausaufenthalte aller Patienten und die Flugzeug-Rückholungen belaufen sich auf rund 49.200 Euro. Die entstandenen Kosten übernimmt der Club, da alle Patienten Familienangehörige eines ÖAMTC-Schutzbrief-Inhabers - und damit mitversichert - sind. Der Schutzbrief-Notruf des Clubs ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer +43/1/25 120 00 erreichbar. Bei einem medizinischen Notfall erreicht man die Hilfe des Clubs am besten unter +43/1/25 120 20. Mehr Informationen zum Thema ÖAMTC-Schutzbrief sowie Weltreisekrankenschutz findet man unter www.oeamtc.at/schutzbrief .

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