- 13.08.2008, 10:37:41
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ÖAMTC: Ambulanzjets im Dauereinsatz, acht österreichische Urlauber heimgeholt
Von Pristina, Plodviv, Zadar, Zagreb nach Wien, Linz und Salzburg
Wien (OTS) - Beim Schutzbrief-Notruf des ÖAMTC gehen täglich bis
zu 1.000 Anrufe ein. Am andere Ende verzweifelte Clubmitglieder, die
dringend Hilfe brauchen. "Besonders zur Urlaubszeit erreichen uns
zahlreiche Hilferufe auch aus dem Ausland. Meistens melden sich die
Angehörigen oder Ärzte von schwerverletzten Urlaubern, die so schnell
wie möglich in ein österreichisches Krankenhaus verlegt werden
wollen. Unsere Ambulanzjets sind derzeit im Dauereinsatz", erzählt
Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.
Berlind D. (16) aus Alkoven bei Linz wurde am 11. August im Kosovo
bei einem schweren Verkehrsunfall verletzt. Der Lehrling wurde erst
nach Zakovice und dann nach Pristina gebracht. "Dort stellte sich
heraus, dass die medizinische Versorgung vor Ort unzureichend war.
Der Vater des Verletzten nahm daraufhin sofort Kontakt mit dem ÖAMTC
auf", sagt Tagunoff. Die schweren Wirbelsäulenverletzungen
erforderten auf dem schnellsten Wege einen direkten Transport nach
Linz. Gestern um 14.50 Uhr landete Berlind D. in einem Solojet der
Tyrol Air Ambulance (TAA) am Blue Danube Airport Linz und wurde
sofort zur weiteren Behandlung ins Wagner Jauregg-Krankenhaus
überstellt.
Parallel zu diesem Einzelflug startete gestern ein
Großraum-Ambulanzflugzeug der Tyrol Air Ambulance zu einem
Mehrfach-Etappenflug, um gleich einige Patienten zurück nach
Österreich zu bringen.
Erste Station der Reise war Plodviv in Bulgarien, wo eine
Salzburger Familie an Bord genommen wurde. Für die fünfköpfige
Familie Ö. endete ihr Urlaub mit einem schweren Verkehrsunfall.
Mutter Jevrie Ö. erlitt dabei eine Hüftfraktur, dazu schwerste
Quetschungen, Rippenfrakturen und einen hohen Blutverlust,
Töchterchen Melike (Jahrgang 2004) einen Handbruch und eine
Schädelprellung. Der Vater und eine weitere Tochter wurden leicht
verletzt. Bei der dritten Tochter Diden (Jahrgang 2001) erforderten
Brüche in beiden Hüften und ein hoher Blutverlust dringend eine
Notoperation. Das Kind wurde bereits am Sonntag, 10. August mit einem
Ambulanz-Jet der TAA nach Salzburg geflogen und noch am selben Tag im
Landeskrankenhaus operiert. Tagunoff berichtet: "Bei dem Autounfall
spielten sich dramatische Szenen ab. Nach Augenzeugenberichten wurden
die Kinder bei dem Unfall aus dem Auto geschleudert, das Fahrzeug
ging in Flammen auf. Mutter und Kinder wurden mit dem Hubschrauber
ins Krankenhaus geflogen. Der Vater rief noch hörbar unter Schock vom
Unfallort aus beim ÖAMTC an. Mithilfe unserer Partner vor Ort konnten
wir die Salzburger Familie vom Unfall weg sofort betreuen und die
schnelle Überstellung nach Österreich organisieren."
Die zweite Landung erfolgte in Zadar (Kroatien). Dort wurden der
neunjährigen Rene W. aus Mank (NÖ) und seine Mutter aufgenommen. Der
Bub hatte die vergangenen Tage mit einer beidseitigen
Lungenentzündung auf der Intensivstation im Krankenhaus verbracht.
Nächster Stopp war Zagreb mit der Abholung von Sakib S. aus Grödig
(Salzburg). Er hatte bei einem Zusammenstoß seines Autos mit einem
Lkw am 2. August ein schweres Polytrauma und schwere
Brustkorbverletzungen mit Rippenserienfrakturen erlitten.
Der Rückflug erfolgte von Zagreb via Wien nach Salzburg. Rene W.
wurde nach der Landung in Wien-Schwechat direkt ins SMZ-Ost
überstellt. Die anderen verletzten Passagiere landeten um 16.40 Uhr
in Salzburg. Der Flug verlief für alle Patienten ohne Komplikationen.
Die Gesamtkosten für die Krankenhausaufenthalte aller Patienten
und die Flugzeug-Rückholungen belaufen sich auf rund 49.200 Euro. Die
entstandenen Kosten übernimmt der Club, da alle Patienten
Familienangehörige eines ÖAMTC-Schutzbrief-Inhabers - und damit
mitversichert - sind. Der Schutzbrief-Notruf des Clubs ist rund um
die Uhr unter der Telefonnummer +43/1/25 120 00 erreichbar. Bei einem
medizinischen Notfall erreicht man die Hilfe des Clubs am besten
unter +43/1/25 120 20. Mehr Informationen zum Thema ÖAMTC-Schutzbrief
sowie Weltreisekrankenschutz findet man unter
www.oeamtc.at/schutzbrief .
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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