- 11.08.2008, 16:04:43
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Rotes Kreuz sendet Hilfe nach Georgien
Tiflis/Genf (Rotes Kreuz) - Das Internationale Komitee vom Roten
Kreuz (IKRK) entsendet 15 Tonnen Medikamente und medizinische
Hilfsgüter nach Georgien. Damit soll vor allem die Behandlung der
Verwundeten im bewaffneten Konflikt zwischen georgischen,
südossetischen und russischen Truppen ermöglicht werden.
Ebenfalls an Bord des Flugzeuges befindet sich eine
Wasseraufbereitungsanlage, mit der bis zu 20.000 Personen mit
sauberem Wasser versorgt werden können.
Indessen wird dem IKRK berichtet, dass der Konflikt immer mehr zivile
Opfer fordert. "Die humanitäre Situation bleibt äußerst ernst", zeigt
sich Rotkreuz-Delegationsleiterin Dominique Liengme in Georgien
besorgt. "Nach einem Lokalaugenschein in der Stadt Gori bestätigten
mir meine Mitarbeiter, dass zahlreiche Menschen auf der Flucht sind.
Wir erhalten auch Berichte über Vertreibungen."
Das IKRK verteilt in Nordossetien Hilfsgüter an die Flüchtlinge. Der
Zugang nach Südossetien gestaltet sich nach wie vor problematisch.
"Derzeit sind die Kampfhandlungen in Südossetien zu intensiv, um
Hilfsgüter zu verteilen", so Liengme weiter. "Wir fordern einen
sicheren Zugang in alle vom Konflikt betroffenen Gegenden, um den
Menschen helfen zu können. Das hat für uns Priorität."
Abermals erinnert das IKRK die Konfliktparteien an ihre Verpflichtung
sich an das humanitäre Völkerrecht zu halten. Laut Genfer
Konventionen müssen Zivilisten geschützt werden. Ebenso dürfen jene
Personen, die nicht (mehr) aktiv an den Kampfhandlungen teilnehmen,
nicht angegriffen werden. Dazu zählen Verletzte, Kranke und Kämpfer,
die sich ergeben haben.
Weiters bemüht sich das IKRK um Zugang zu Soldaten, die im
Zusammenhang mit dem Konflikt in Gefangenschaft geraten sind.
Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Winter Österreichisches Rotes Kreuz Presse- und Medienservice Tel.: +43 1 589 00-153 Mobil: +43 664 823 48 54 mailto:[email protected] http://www.roteskreuz.at
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