ORF trauert um Radiolegende Günther Schifter

Wien (OTS) - "Schellacks und Schellacks und Schellacks" waren sein Markenzeichen, mit "Howdy" begrüßte er seine große Fangemeinde:
Günther Schifter verstarb am Montag, dem 11. August 2008, nach kurzer, schwerer Krankheit in Salzburg. 50 Jahre lang - von 1949 bis 1999 - legte er zuerst beim Sender Rot-Weiß-Rot, dann beim ORF seine Schellacks auf und steckte Generationen von Österreicherinnen und Österreichern mit seiner Liebe zu Jazz und Countrymusik an.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Mit Günther Schifter verlieren Österreich und der ORF einen Jazzpionier und eine Radiolegende. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Schifter ein musikalisches Tor in die USA geöffnet und internationale Stars wie Fats Waller, Duke Ellington, die Mills Brothers, Teddy Wilson und Louis Armstrong via Radio ins Land geholt. Durch seine lange Mitarbeit im ORF ist er zu einem Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Österreichischen Rundfunks geworden. Der ORF ist Günther Schifter zu großem Dank verpflichtet."

Günther Schifter wurde am 23. Dezember 1923 in Wien geboren und begeisterte sich schon als Kind für Jazz. Seine Liebe zum Jazz brachte ihm sogar eine Inhaftierung in einem Nazigefängnis in Maria Lanzendorf ein. 1949 kam Günther Schifter zum Sender Rot-Weiß-Rot. Frühe Sendungen waren "Der alte Plattenmann", Klingende Kleinigkeiten", "Sandmann Serenade" und "Swing und Sweet". In Ö3 begeisterte er u. a. mit "Music Hall" und "Western Saloon". In den 80er Jahren wechselte Schifter zu den Regionalradios, wo er bis 1999 seine Schellacks auflegte. Für das ORF-Fernsehen war Schifter auch als Regisseur (wissenschaftliche und politische Sendungen) und Präsentator ("Perry Como Show", "Nat King Cole Show", "Jazz in Europa", Live-Konzerte) tätig.

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