Kdolsky: "Vorbeugen ist besser als heilen" gilt auch in der Tiergesundheit

Blauzungenkrankheit und Tollwutbekämpfung Beispiele für erfolgreiche österreichische Tiergesundheitsstrategie

Wien, 11. August 2008 (OTS) - "Der Standard der Tiergesundheit in Österreich ist im europäischen Vergleich sehr hoch. Dieser Erfolg ist der effizienten heimischen Tiergesundheitsstrategie, die nach dem Motto 'Vorbeugen ist besser als heilen' ausgerichtet ist, zu verdanken", sagte heute, Montag, Bundesministerin Andrea Kdolsky in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dr. Walter Holzhacker, 1. Vizepräs. d. Österreichischen Tierärztekammer und Ökonomierat Walfried Wutscher, Präs. der Landwirtschaftskammer Kärtnen. ****

Die nationalen Programme zur Bekämpfung von Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche, Klassische Schweinepest, Blauzungenkrankheit oder Tollwut sind für den Tierschutz von großer Bedeutung. Darüber hinaus stärken hohe Levels in der Tiergesundheit auch die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Bäuerinnen und Bauern und der Wirtschaft.

Als Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten im Bereich Tiergesundheit nannte Kdolsky unter anderem die Tollwut:
seit 2005 gibt es in Österreich keinen einzigen Fall von Tollwut mehr zu verzeichnen - zweifelsfrei ein großer Erfolg, der dazu geführt hat, dass Österreich als tollwutfrei erklärt werden kann. Noch heuer soll diese Tollwutfreiheit von der WHO und dem Internationalen Tierschutzamt anerkannt werden, so die Bundesministerin.

Seit 2006 grassiert in Europa die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease). "In den kommenden Wochen werden alle Schafe, Ziegen und Rinder in Tirol und Vorarlberg mit einer Impfung gegen die Blauzungenkrankheit geschützt, um eine eventuelle Ausbreitung dieser Krankheit nach Österreich zu verhindern", so Kdolsky. Das sei notwendig, da Nachbarstaaten wie etwa Deutschland, Italien oder Tschechien von dieser Erkrankung betroffen sind. Überträger der Blauzungenkrankheit sind Stechmücken. Für Menschen ist das Virus völlig ungefährlich.

"Die weltweite Ausbreitung der Geflügelpest in den vergangenen Jahren hat aber auch gezeigt, wie schnell entsprechende Standards verloren gehen können", so die Ministerin. Eine erfolgreiche Bekämpfung solcher Epedemien könne nur im Zusammenwirken auf europäischer und internationaler Ebene erfolgen. Die EU-Kommission hat daher 2007 eine Diskussion über eine neue Tiergesundheitsstrategie unter dem Titel "Prevention is better than cure" begonnen. Die Schwerpunkte dabei sind das Festlegen von Prioritäten bei der Überwachung und Bekämpfung, moderne gesetzliche Rahmenbedingungen, Prävention und Kontrolle sowie wissenschaftliche Forschung. "Auch in Österreich haben wir 2007 einen Diskussionsprozess zu einer Reform des Tierseuchenrechts mit einem Schwerpunkt Prävention gestartet", sagte Kdolsky. Ziel dabei sei es, das Tierseuchenrecht grundlegend zu überarbeiten und an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen.

"Die zahlreichen Maßnahmen im Bereich der Tiergesundheit leisten einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz, aber auch zur Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln und somit zur Gesundheit für alle Verbraucherinnen und Verbraucher", schloss Kdolsky.

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