- 11.08.2008, 11:29:59
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Kdolsky: "Vorbeugen ist besser als heilen" gilt auch in der Tiergesundheit
Blauzungenkrankheit und Tollwutbekämpfung Beispiele für erfolgreiche österreichische Tiergesundheitsstrategie
Wien, 11. August 2008 (OTS) - "Der Standard der Tiergesundheit in
Österreich ist im europäischen Vergleich sehr hoch. Dieser Erfolg ist
der effizienten heimischen Tiergesundheitsstrategie, die nach dem
Motto 'Vorbeugen ist besser als heilen' ausgerichtet ist, zu
verdanken", sagte heute, Montag, Bundesministerin Andrea Kdolsky in
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dr. Walter Holzhacker, 1.
Vizepräs. d. Österreichischen Tierärztekammer und Ökonomierat
Walfried Wutscher, Präs. der Landwirtschaftskammer Kärtnen. ****
Die nationalen Programme zur Bekämpfung von Tierseuchen wie Maul- und
Klauenseuche, Klassische Schweinepest, Blauzungenkrankheit oder
Tollwut sind für den Tierschutz von großer Bedeutung. Darüber hinaus
stärken hohe Levels in der Tiergesundheit auch die
Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Bäuerinnen und Bauern und
der Wirtschaft.
Als Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten
im Bereich Tiergesundheit nannte Kdolsky unter anderem die Tollwut:
seit 2005 gibt es in Österreich keinen einzigen Fall von Tollwut mehr
zu verzeichnen - zweifelsfrei ein großer Erfolg, der dazu geführt
hat, dass Österreich als tollwutfrei erklärt werden kann. Noch heuer
soll diese Tollwutfreiheit von der WHO und dem Internationalen
Tierschutzamt anerkannt werden, so die Bundesministerin.
Seit 2006 grassiert in Europa die Blauzungenkrankheit (Bluetongue
Disease). "In den kommenden Wochen werden alle Schafe, Ziegen und
Rinder in Tirol und Vorarlberg mit einer Impfung gegen die
Blauzungenkrankheit geschützt, um eine eventuelle Ausbreitung dieser
Krankheit nach Österreich zu verhindern", so Kdolsky. Das sei
notwendig, da Nachbarstaaten wie etwa Deutschland, Italien oder
Tschechien von dieser Erkrankung betroffen sind. Überträger der
Blauzungenkrankheit sind Stechmücken. Für Menschen ist das Virus
völlig ungefährlich.
"Die weltweite Ausbreitung der Geflügelpest in den vergangenen Jahren
hat aber auch gezeigt, wie schnell entsprechende Standards verloren
gehen können", so die Ministerin. Eine erfolgreiche Bekämpfung
solcher Epedemien könne nur im Zusammenwirken auf europäischer und
internationaler Ebene erfolgen. Die EU-Kommission hat daher 2007 eine
Diskussion über eine neue Tiergesundheitsstrategie unter dem Titel
"Prevention is better than cure" begonnen. Die Schwerpunkte dabei
sind das Festlegen von Prioritäten bei der Überwachung und
Bekämpfung, moderne gesetzliche Rahmenbedingungen, Prävention und
Kontrolle sowie wissenschaftliche Forschung. "Auch in Österreich
haben wir 2007 einen Diskussionsprozess zu einer Reform des
Tierseuchenrechts mit einem Schwerpunkt Prävention gestartet", sagte
Kdolsky. Ziel dabei sei es, das Tierseuchenrecht grundlegend zu
überarbeiten und an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
anzupassen.
"Die zahlreichen Maßnahmen im Bereich der Tiergesundheit leisten
einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz, aber auch zur
Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln und somit zur
Gesundheit für alle Verbraucherinnen und Verbraucher", schloss
Kdolsky.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend Markus Leithner Pressesprecher Radetzkystraße 2, 1030 Wien Tel: +43/1/71100-4306 Fax: +43/1/71100-14305 E-Mail: [email protected] http://www.bmgfj.gv.at
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