- 01.08.2008, 11:21:30
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"Früherer Beginn des Schulsystems wird rundum empfohlen"
SP-Vettermann: Immer mehr ausgewiesene Bildungsexperten unterstützen Häupl-Vorstoß nach verpflichtender Vorschule - Wiener ÖVP soll endlich seriöse Bildungsdiskussion führen
Wien (SPW-K) - "Eine stark wachsende Zahl an ausgewiesenen
BildungsexpertInnen zeigt sich über den Vorstoß von Wiens
Bürgermeister Dr. Michael Häupl nach Einführung einer verpflichtenden
Vorschule ab dem 5. Lebensjahr der Kinder erfreut und unterstützt
dieses Anliegen", erklärte Freitag der Bildungssprecher der Wiener
SPÖ und Vorsitzende des Bildungsausschusses des Wiener Gemeinderates,
Gemeinderat Heinz Vettermann, in einer Aussendung des Pressedienstes
der SPÖ Wien.
"Man könnte sogar schon mit vier Jahren beginnen, die Kinder
pädagogisch zu fördern. Im internationalen Vergleich hat Österreich
hier Aufholbedarf. Die Argumentation der Opposition, Häupl raube den
Fünfjährigen ihre Kindheit, ist eine falsche, alte Ideologie. Der
Vorschlag Häupls soll jetzt frei diskutiert werden", zitierte
Vettermann die vom Leiter der Schulreformkommission, Bernd Schilcher,
gegenüber der Tageszeitung "Die Presse" gemachten Äußerungen über
dieses Thema. Vettermann: "Der ehemalige steirische
ÖVP-Landesschulratspräsident Bernd Schilcher ist bekanntlich nicht
irgendjemand, sondern einer der profiliertesten Bildungsexperten
Österreichs. Seine Beurteilungen haben Argumentationsgewicht".
Vettermann wies zudem auf die ebenfalls in der "Presse"
wiedergegeben Ausführungen von Bernhard Rathmayr vom Institut für
Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck hin, der meint,
dass Kinder heute generell schon früher in bestimmte
gesellschaftliche Rollen integriert würden und die Bildung dieser
Entwicklung um nichts nachstehen dürfe. "Ein früherer Beginn des
Schulsystem", so Rathmayr, "wird rundum empfohlen". "Eine Meinung,
die die Wiener SPÖ voll und ganz teilt", so Vettermann.
Als im Sinne der Sache "erfreulich" bezeichnete Vettermann
abschließend die Tatsache, dass auch immer mehr Medien der seriösen
Auseinandersetzung mit diesem Thema viel Platz einräumten. "Vor dem
Hintergrund dieser Situation wäre die Wiener ÖVP, vor allem deren
Bildungssprecherin Cortolezis-Schlager, gut beraten, sich die Meinung
der ausgewiesenen BildungsexpertInnen im Interesse des Wohles der
Kinder zu Herzen zu nehmen und endlich dazu aufzuraffen, eine seriöse
Diskussion über den Vorstoß von Bürgermeister Häupl zu führen. Mit
Begriffen aus der bildungspolitischen Mottenkiste und verbalen
Untergriffen sowie Wahlkampf-Kraftmeiereien ist dem Ziel, mehr
Chancen für die Jüngsten der Gesellschaft, egal ihrer sozialen
Herkunft zu schaffen, jedenfalls nicht gedient", schloss Vettermann.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923
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