- 01.08.2008, 09:35:11
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LR Scheuch: Erneuter Anschlag aus Wien auf das Kärntner Schulwesen
"Still und leise wird versucht die Schulstruktur zu zerstören"
Klagenfurt (OTS) - Laut einem Entwurf des Bundesgesetzes, mit dem
das Pflichtschulerhaltungs-Grundsatzgesetz geändert werden soll,
beabsichtigt der Bund auch die Schulsprengelbestimmungen dahingehend
zu ändern, dass diese aufgelassen werden, bzw. dass die Länder über
etwaige Schulsprengel entscheiden sollen.
"Für Kärnten wäre das eine Katastrophe. Dadurch würden in Kärnten
einige Schulstandorte wegfallen", kritisiert Bildungslandesrat Uwe
Scheuch das zentralistische Denken in Wien. Die Schulsprengel regeln,
dass jedes Kind die Schule in seiner Heimatgemeinde besucht. Würden
diese nun aufgelöst werden, könnten die Eltern die Schule für ihre
Kinder frei wählen, was in erster Linie einen intensiven Wettbewerb
unter den Schulerhaltern auslösen würde. "Viele Schulerhalter würden
um die Wette sanieren, um möglichst viele Kinder zu halten bzw. zu
bekommen", so Scheuch, der weiter erklärt "gesamte Gemeindegebiete
könnten ohne Schule dastehen, was einen massiven Anschlag auf den
ländlichen Raum bedeuten würde".
Auch auf die Gemeinden würde durch zusätzliche Schülertransporte eine
größere Belastung entstehen. "Wir bemühen uns in Kärnten intensiv um
die Erhaltung der Kleinschulen in den ländlichen Gebieten und werden
dafür von der Bevölkerung auch immer positiv bestätigt und dann kommt
ein Entwurf aus Wien der solche Zerstörungsansätze aufweist. Dadurch
wird ein weiteres Mal ein politischer Machtkampf am Rücken der Kinder
ausgetragen", so Scheuch, der betont, dass die Schulabteilung des
Landes Kärntens auf diesen Entwurf selbstverständlich mit einer
negativen Stellungnahme geantwortet hat.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
BZÖ Kärnten
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