Wasserkraft muss Preisbremse beim Strom werden

Frais: "Auch Energie AG Oberösterreich verfügt über hohen Wasserkraft-Anteil"

Linz (OTS) - "Die heimische Wasserkraft ist der wichtigste energetische Standortvorteil Österreichs und stellt auch das Rückgrat unserer Stromversorgung dar. Wie ertragreich und günstig diese Wasserkraft ist, beweist das aktuelle Rekordergebnis des Verbund-Konzerns mit plus 30% Gewinn. Doch die Erträge aus der heimischen Wasserkraft müssen allen ÖsterreicherInnen und Österreichern zu Gute kommen und dürfen nicht ausschließlich zur Gewinn- und Dividendensteigerung der Aktionäre dienen. Deshalb müsste Strom aus Wasserkraft für die Bevölkerung billiger angeboten werden, weil ja auch die Kosten für den Betrieb der Wasserkraftwerke nicht entscheidend gestiegen sind", fordert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Der Wasserkraftanteil soll sich in der Strompreisbildung kostensenkend niederschlagen, um so den Wettbewerbsvorteil aus der öffentlichen Wasserkraft an die Kunden weiterzugeben.

Als größter Nutznießer der öffentlichen Ressource Wasserkraft habe der Verbund auch eine besondere öffentliche Verpflichtung gegenüber der Bevölkerung, betont der SP-Klubobmann. "Wer von der Ressource Wasserkraft so stark profitiert wie der Verbund, der kann nicht gleichzeitig mit dem Hinweis auf gestiegene Marktpreise den günstigen Wasserkraft-Strom für die Bevölkerung verteuern. Der Wasserkraft-Strom müsste stattdessen zu einem günstigeren Gesamtstrompreis führen", so Frais.

Der große Anteil an Wasserkraft-Strom würde Österreich und Oberösterreich die Chance geben, sich von der europäischen und internationalen Strompreisentwicklung teilweise abzukoppeln. Denn fast jeder österreichische Energieversorger betreibt in unterschiedlichem Ausmaß Wasserkraftwerke oder profitiert von vertraglich fixierten Bezugsrechten an Wasserkraft-Strom. "Der aus diesen Wasserkraftwerken gewonnene günstige Strom soll primär dazu verwendet werden, um den Endverbraucherstrompreis möglichst günstig zu halten. Nicht die heimische Wasserkraft an das Preisdiktat der Leipziger Strombörse binden, sondern mit ihr die qualitativ hochwertige Stromversorgung der Bevölkerung zu ausgewogenen Preisen sichern - das muss bei der Daseinsvorsorge an erster Stelle stehen", fordert Frais.

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