• 24.07.2008, 12:27:29
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GLOBAL 2000: Bienensterben lässt sich nicht schön reden - Vermehrt neue Meldungen über geschädigte Bienen

AGES muss dringend Lösungen liefern

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL
2000 verwehrt sich gegen die Versuche der Österreichischen Agentur
für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), das Bienensterben in
Österreich zu marginalisieren. "Probleme wurden noch nie gelöst, in
dem man sie klein redet", so GLOBAL 2000 Biochemiker Helmut Burtscher
an die AGES.

Die von Imkerseite in der gestrigen Pressekonferenz genannte Zahl von
2.500 bis 3.000 geschädigten Bienenvölkern, die typische
Vergiftungserscheinungen aufweisen, wurde von den österreichischen
Imkerorganisationen aus Anlass immer wieder einlangender Klagen von
Imkern erhoben. Von der AGES wurde diese Zahl der gemeldeten
Bienenschäden gestern in einer Aussendung mit den rund 300.000 in
Österreich existierenden Bienenvölkern verglichen. "Dieser Vergleich
ist nicht zulässig, denn die gestern veröffentlichten Zahlen stammen
aus aktiven Rückmeldungen von Imkern und sind nur die Spitze des
Eisberges", stellt Burtscher von GLOBAL 2000 fest. "Daher kann man
daraus nicht ableiten, dass lediglich 1% der in Österreich
vorkommenden Bienen aufgrund von Pestizidvergiftungen geschädigt
wurden."

Josef Ulz, Präsident des Österreichischen Imkerbundes und Vorsitz des
Steirischen Landesverbands der Imker, ergänzt: "Die breite
Medienpräsenz, die das Thema nach der gestrigen PK erhielt, führte
gestern und heute zu einem massiven Eingang von weiteren Meldungen
über Bienenverluste, so dass wir allein für die Steiermark von
einigen Tausend betroffenen Bienenvölkern ausgehen müssen."

"Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass Bienenverluste von Imkern
entweder gar nicht oder nur zögerlich gemeldet werden", sagt Josef
Stich, Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes. "Zum einen
sind viele Imker frustriert weil sie schon seit Jahren mit
Bienenschäden zu kämpfen haben, Untersuchungen der betroffenen
Bienen aber bislang nie zu Ergebnissen geführt hatten. Auch suchen
Imker, wenn sie Pestizidschäden vermuten, immer nach Spritzschäden.
Im konkreten Fall geht es aber um gebeiztes Saatgut", nennt Stich nur
einige der Gründe.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Mag. Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 E-Mail: [email protected]
GLOBAL 2000 Umweltchemiker: DI Dr. Helmut Burtscher, Tel.: 0699/14 2000 34
Präsident des Österreichischen Imkerbundes: Ing. Josef Ulz, Tel.: 0664/411 77 12
Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes: Josef Stich, Tel.: 0664/92 15 308

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL

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