- 20.07.2008, 18:33:39
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ÖSTERREICH: Bartenstein will nicht mehr mit Faymann regieren
ÖVP-Wirtschaftsminister für Schwarz-Grün / Attacke gegen Faymann: "Hat Gusenbauer mit menschenverachtendem Putsch aus dem Weg geräumt"
Wien (OTS) - ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein spricht
sich deutlich gegen eine Neuauflage der Großen Koalition unter einem
Kanzler Faymann aus: "Für mich ist Faymann als Kanzler nicht
vorstellbar",sagt Bartenstein gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH
(Montagausgabe). "Weil wir Politiker mit Rückgrat brauchen und nicht
solche, die ihr Rückgrat gegen eine Kronen-Zeitung ausgetauscht
haben. Denn die einzige Koalition, die für Faymann wirklich zählt,
ist die mit Onkel Hans." Für eine Koalition unter einem Kanzler
Faymann steht Bartenstein offenbar auch persönlich nicht zur
Verfügung: "Ich kann ja nicht die Österreicher dringend vor einer
Neuauflage von Rot-Schwarz warnen und dann selbst sagen, wenn es dann
doch kommt, bin ich mit dabei. Das wäre unehrlich." Weiters meint der
erfahrene ÖVP-Minister: "Die Große Koalition wird nicht kommen. Sie
ist ein Auslaufmodell. Außer Faymann will das niemand, noch dazu
nachdem er in einem menschenverachtenden Putsch Bundeskanzler
Gusenbauer beiseite geräumt hat."
Der ÖVP-Wirtschaftsminister spricht sich in ÖSTERREICH auch klar für
eine Koalition mit den Grünen aus. "Wir bieten den Charme und die
Zukunft einer Schwarz-Grünen Zusammenarbeit an. Das würde bedeuten:
Nachhaltigkeit, Verantwortung für das Land, Abgrenzung gegenüber jede
Art von Populismus, egal ob von rechts oder links. Molterer und Van
der Bellen passen einfach gut zueinander."Selbst eine Dreierkoalition
ist für Bartenstein "besser als eine Neuauflage von Rot-Schwarz.
Eigentlich ist alles besser als das." Die FPÖ hält er derzeit für
keinen Partner: "Die ausländerfeindlichen Töne von Strache und seine
Haltung zur EU sind keine Basis für eine Regierungszusammenarbeit."
Inhaltlich spricht sich Bartenstein gegen das Vorziehen der
Steuerreform aus: "Wir haben noch ein erkleckliches Budgetdefizit und
daher das Geld für eine Reform noch nicht auf der hohen Kante."
Rückfragehinweis:
Fellner Media
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