ÖSTERREICH: Bartenstein will nicht mehr mit Faymann regieren

ÖVP-Wirtschaftsminister für Schwarz-Grün / Attacke gegen Faymann: "Hat Gusenbauer mit menschenverachtendem Putsch aus dem Weg geräumt"

Wien (OTS) - ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein spricht sich deutlich gegen eine Neuauflage der Großen Koalition unter einem Kanzler Faymann aus: "Für mich ist Faymann als Kanzler nicht vorstellbar",sagt Bartenstein gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montagausgabe). "Weil wir Politiker mit Rückgrat brauchen und nicht solche, die ihr Rückgrat gegen eine Kronen-Zeitung ausgetauscht haben. Denn die einzige Koalition, die für Faymann wirklich zählt, ist die mit Onkel Hans." Für eine Koalition unter einem Kanzler Faymann steht Bartenstein offenbar auch persönlich nicht zur Verfügung: "Ich kann ja nicht die Österreicher dringend vor einer Neuauflage von Rot-Schwarz warnen und dann selbst sagen, wenn es dann doch kommt, bin ich mit dabei. Das wäre unehrlich." Weiters meint der erfahrene ÖVP-Minister: "Die Große Koalition wird nicht kommen. Sie ist ein Auslaufmodell. Außer Faymann will das niemand, noch dazu nachdem er in einem menschenverachtenden Putsch Bundeskanzler Gusenbauer beiseite geräumt hat."

Der ÖVP-Wirtschaftsminister spricht sich in ÖSTERREICH auch klar für eine Koalition mit den Grünen aus. "Wir bieten den Charme und die Zukunft einer Schwarz-Grünen Zusammenarbeit an. Das würde bedeuten:
Nachhaltigkeit, Verantwortung für das Land, Abgrenzung gegenüber jede Art von Populismus, egal ob von rechts oder links. Molterer und Van der Bellen passen einfach gut zueinander."Selbst eine Dreierkoalition ist für Bartenstein "besser als eine Neuauflage von Rot-Schwarz. Eigentlich ist alles besser als das." Die FPÖ hält er derzeit für keinen Partner: "Die ausländerfeindlichen Töne von Strache und seine Haltung zur EU sind keine Basis für eine Regierungszusammenarbeit."

Inhaltlich spricht sich Bartenstein gegen das Vorziehen der Steuerreform aus: "Wir haben noch ein erkleckliches Budgetdefizit und daher das Geld für eine Reform noch nicht auf der hohen Kante."

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