FILM AUSTRIA zu den filmpolitischen Initiativen von Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny

Wien (OTS) - Die langjährigen Bemühungen der österreichischen Filmwirtschaft um eine Verbesserung des Filmstandortes Wien scheinen nunmehr erste Früchte zu tragen:

Der Wiener Kulturstadtrat Dr. Mailath-Pokorny kündigte letzte Woche an, in den nächsten 2 Jahren die Mittel für den Filmfonds Wien anheben zu wollen, eine Filmcommission Wien zu schaffen, und überdies die Fernsehfilmförderung in Wien zu stärken. Damit wird durch Dr. Mailath-Pokorny ein wichtiger Impuls gesetzt, der die volle Zustimmung der österreichischen Filmwirtschaft findet.

Durch die angekündigten Schritte scheint nunmehr die Errichtung eines Wiener Fernsehfilmfonds mit einem ersten Budget von Euro 1,5 Mio. gewährleistet. Damit wird einem Bedürfnis Rechnung getragen, auf das FILM AUSTRIA seit Jahren hingewiesen hat. Bei der Realisierung dieser Institution wird es vorrangig darauf ankommen, rasch adäquate Richtlinien auszuarbeiten, um die unbürokratische und effiziente Mittelverwendung zu gewährleisten. Dabei empfiehlt sich eine personelle und organisatorische Anlehnung an den gut funktionierenden Fernsehfonds Austria, um im überregionalen Förderungswettbewerb bestehen zu können.

Ob die nunmehr neu einzurichtende Filmcommission Vienna den intendierten Aufgaben voll entsprechen kann, wird sich vorrangig auf zwei konkreten Gebieten zeigen: einerseits muss es der Filmcommission gelingen, Wien als Realisierungsort für internationale Projekte attraktiver zu machen; andererseits müssen die konkreten Drehbedingungen für das Filmemachen in Wien erleichtert und auf eine unbürokratische Basis gestellte werden - dass nunmehr erstmalig ein operatives Budget von Euro 500.000,- dafür zur Verfügung gestellt werden soll, ist durchaus erfreulich - mit diesen Mitteln wird man aber nur dann das Auslangen finden können, wenn insbesondere auf Wiener Bezirksebene die Erlangung von Drehgenehmigungen nicht weiter erschwert wird.

Das Wohl und Weh der angekündigten filmpolitischen Maßnahmen wird davon abhängen, ob es gelingt, die in Aussicht gestellten Neuerungen und die versprochene Mittelerhöhung in die bestehenden Strukturen des Wiener Filmfinanzierungsfonds einzubinden, aber gleichzeitig organisatorisch und personell dafür zu sorgen, dass die neuen Aufgaben selbständig und verantwortungsbewusst besorgt werden.

Alfred J. Noll
Generalsekretär
FILM AUSTRIA

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