- 13.07.2008, 17:41:34
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ÖSTERREICH: Kdolsky will in der Politik bleiben
ÖVP-Ministerin: Lassen Krankenkassen nicht in den Konkurs schlittern - Drei statt 25 Krankenkassen "möglich"
Wien (OTS) - Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky kündigt im
ersten Interview nach dem Platzen der Gesundheitsreform und dem
Scheitern der Koalition ihren Verbleib in der Politik an. Gegenüber
ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe) sagt Kdolsky: "Wenn die ÖVP die
Führungsrolle in einer neuen Regierung spielt - und das Ressort zur
Verfügung steht - dann bleibe ich sehr gerne in der Politik. Mir
gefällt das. Es macht mir viel Freude, viel Spaß und ich bin sehr
motiviert."
Dies sei mit ÖVP-Chef Wilhelm Molterer auch so abgesprochen. Auch für
das Parlament will die Ärztin kandidieren: "Es ist relativ klar, dass
die Minister - so wie sie derzeit da sind - kandidieren werden."
Die Kritik an ihrer Person, auch aus der ÖVP, sieht Kdolsky gelassen:
"Acht Millionen Menschen können einen nicht alle lieben. So geht es
allen Menschen, die viel umsetzen. Ich würde sagen: Viel Arbeit, viel
Feind - Viel Feind, viel Ehr'."
Was die Situation der Krankenversicherung betrifft, will Kdolsky
nicht so ohne weiteres frisches Geld in die defizitären
Gebietskrankenkassen stecken: "Ich sehe derzeit noch genügend
Effizienzpotenzial. Wenn wirklich frisches Geld zugeschossen werden
soll, muss bei den Verantwortlichen auch der Wille zu
Strukturveränderungen erkennbar sein." Dass Kassen vor dem Konkurs
gerettet werden müssten, sei aber klar: "Kurzfristig war es auch vor
einem Jahr möglich, dass das Gespenst Konkurs aus der Welt geschafft
worden ist. Es ist sicher immer aus der Welt zu schaffen."
Die große Gesundheitsreform müsse jedenfalls bis 2012 umgesetzt
werden. Kdolsky hält es auch für "vernünftig", dass bis zu diesem
Zeitpunkt weitere Krankenkassen zusammengelegt werden. Ob am Ende nur
drei Kassen - je eine für Angestellte, Selbstständige und Beamte -
denkbar seien? Kdolsky: "Das wäre ein möglicher Denkansatz."
Rückfragehinweis:
Fellner Media
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