- 10.07.2008, 09:32:07
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JG Wien: Solidarität mit den Anliegen von Lesben, Schwulen und Transgenders
Vorsitzende Rompolt ortet dringenden Handlungsbedarf in Sachen Lebenspartnerschaftsgesetz
Wien (SPW) - Am kommenden Samstag findet bereits zum 13. Mal die
Regenbogenparade auf der Wiener Ringstraße statt. Mit dabei sein
werden auch zahlreiche VertreterInnen und AktivistInnen der Jungen
Generation in der SPÖ Wien, kündigte am Donnerstag deren Vorsitzende
Astrid Rompolt an. "Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit,
unsere Solidarität mit den Anliegen von Lesben, Schwulen und
Transgenders unter anderem durch Teilnahme an der Regenbogenparade
auszudrücken", stellte Rompolt klar. Unter dem Gesichtspunkt der
Solidaritätsbekundung sei auch die JG Wien-Patenschaft für die Linie
38 bei der Straßenbahnaktion zu sehen, in deren Rahmen alle Wiener
Straßenbahnen seit Anfang Juli mit Regenbogenfahnen beflaggt
wurden.****
Gerade aufgrund der zuletzt erfolgten Aufkündigung der Koalition
durch die ÖVP auf Bundesebene erfahre die Regenbogenparade 2008 einen
zusätzlichen Bedeutungszuwachs: "Die ÖVP hat damit auch einen
Beschluss des Lebenspartnerschaftsgesetzes verhindert!", erinnerte
Rompolt und fügte hinzu: "Dabei besteht gerade hierbei dringender
Handlungsbedarf!" Denn: Im Großteil der europäischen Staaten wurde,
teils schon lange vor der Jahrtausendwende, das Rechtsinstitut der
Eingetragenen Partnerschaften für Lesben und Schwule eingeführt, in
einigen auch die Ehe geöffnet.
Die JG Wien sieht Neuwahlen gerade in Bezug auf das
Diskriminierungsthema auch als große Chance: "Für die JG Wien wäre
der mit der ÖVP ausgehandelte Kompromiss des
Lebenspartnerschaftsgesetzes noch zu wenig weitgehend gewesen. Vor
allem in der Adoptionsfrage darf es keine Diskriminierung von Lesben
und Schwulen geben. In Österreich leben tausende Kinder bei zwei
Müttern oder zwei Vätern, und wir finden es sehr problematisch, dass
zwischen dem Kind und der Stiefmutter bzw. dem Stiefvater keinerlei
Rechtsbeziehung besteht." Bei der Wahl im September gehe es daher
auch darum, der ÖVP aufgrund ihrer Gleichstellungsboykotts einen
Denkzettel zu verpassen.
Last but not least sei es unbedingt von Nöten, Diskriminierung
auch im internationalen Kontext aufs Tapet zu bringen. In sehr vielen
Ländern hätten Schwule, Lesben und Transgender noch immer mit
Repressalien zu rechnen. "Selbst aus Ländern des ehemaligen
Ostblocks, also heutigen EU-Mitgliedsstaaten erreichen uns immer
wieder erschreckende Nachrichten: Schockierende Bilder von
Übergriffen durch Rechtsextremisten bei den Paraden in Brünn und
Budapest in den vergangenen Wochen sprechen hier eine deutliche
Sprache", sprach Rompolt die Notwendigkeit von internationaler
Solidarität und Aufklärung an. Abschließend stellte sie fest: "Hier
muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet und über die
internationale Staatengemeinschaft Druck gemacht werden, damit
zukünftig auch die Menschenrechte von Lesben und Schwulen geschützt
werden." (Schluss) ah
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at
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