• 09.07.2008, 15:04:52
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JVP-Kurz fordert eine nachhaltige Lösung für die Drogenproblematik am Karlsplatz

Statt das Problem an der Wurzel zu packen, kehrt es die SPÖ lieber unter den Teppich. Endlich Handeln statt Wegschauen - so muss die Devise lauten!

Wien (OTS) - Bereits seit den 90ern ist sie immer wieder ein
Thema: Die Karlsplatzpassage. "Hie und da werden halbherzige Projekte
gestartet um die Drogenproblematik in der Karlsplatzpassage endlich
in den Griff zu kriegen. Mal da, mal dort wird eine Idee
aufgegriffen, nur um bald wieder als aussichtslos verworfen zu
werden. Das geht nun schon jahrelang so!" kritisiert zum wiederholten
Male Sebastian Kurz, Landesobmann der Jungen ÖVP Wien. Das Ergebnis
dieser zögerlichen und hilflosen Politik kann man sich am Karlsplatz
täglich selbst ansehen: Der unterirdische Durchgang zwischen Oper und
Karlsplatz wird von Suchtkranken beherrscht und ist für Passanten so
gut wie tabu.

Das seit Herbst 2005 in der U-Bahnstation Karlsplatz tätige
Sozialarbeiter-Team von "Help-U" tut was es kann - und dennoch nicht
genug, um die Probleme in den Griff zu kriegen. Vielmehr scheint es
ein Kampf gegen Windmühlen für die engagierten Sozialarbeiter zu
sein: Bis zu 100 Mal am Tag muss aktiv eingegriffen werden, weil es
zwischen Passanten und Suchtkranken Vermittlungsbedarf gibt. Damit es
gar nicht erst zu Problemen zwischen Suchtkranken und Passanten, die
sich belästigt und bedroht fühlen, kommt, muss das Problem aber
vielmehr an der Wurzel gepackt werden. Sebastian Kurz dazu: "Fakt
ist, dass hier eine nachhaltige Lösung gefunden werden muss. Die
Augen vor dem Problem der Drogensucht zu verschließen, ist sicherlich
ein Schritt in die vollkommen falsche Richtung."

Ein Schritt in die richtige Richtung wäre dagegen eine öffentlich
betriebene ausstiegsorientierte Drogeneinrichtung für drogenabhängige
Menschen. Europaweit gibt es bereits solche Einrichtungen, in denen
sich Drogensüchtige in betreuter Atmosphäre, in Anwesenheit von
Psychologen und Sanitätern, aufhalten können. "Auf diese Art und
Weise gelingt es, an drogenabhängige Menschen heran zu kommen und sie
in eine Therapie und in der Folge vielleicht sogar in den Ausstieg
aus der Drogenszene zu führen," meint Kurz.

Diese Forderung wird aber von den zuständigen Stellen zurück
gewiesen. Stattdessen breitet man den Teppich des Schweigens über das
Problem und beschäftigt sich lieber mit Projekten, die die
U-Bahnstation Karlsplatz zur Kunstmeile umgestalten sollen. Äußerst
naiv hofft man offensichtlich darauf, dass sich eine Neugestaltung
positiv auf das Verhalten der Menschen auswirkt. "Der Sinnlosigkeit
dieser Schönfärbereien im wahrsten Sinne des Wortes ist man sich in
der SPÖ offenbar nicht bewusst. Weder den Suchtkranken noch den
Passanten ist damit geholfen," ärgert sich Kurz.

Ein Grund für die Untätigkeit der SPÖ liegt auf der Hand: Das
Drogenthema könnte ein potentieller Stolperstein am Weg zum Traualtar
für Faymann und Strache sein. Und wenn schon in der SPÖ in diesen
Tagen alles drunter und drüber geht, so ist wenigstens eines sicher:
Die Problematik in der Karlsplatzpassage wird auch in den nächsten
Jahren noch ein Thema bleiben.

Rückfragehinweis:
ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 942
FAX (01) 515 43 - 929
mailto: [email protected]
http://www.oevp-wien.at

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