• 09.07.2008, 12:32:15
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Stefan Ruzowitzky inszeniert 2010 Webers "Freischütz" am Theater an der Wien.

Wien (OTS) - Der Intendant des Theaters an der Wien Roland Geyer
kündigt in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe an, dass
Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky seine erste Oper am Theater an
der Wien inszenieren wird: Webers "Freischütz" gelangt im April 2010
zur Premiere.
"Das RSO und seinen Chef Bertrand de Billy habe ich dafür bereits
unter Vertrag genommen. Da kann nichts mehr passieren, egal, wie es
mit dem Orchester weitergeht. Für die Regie schien mir Ruzowitzky
ideal. Und zwar nicht wegen der ‚Fälscher‘, sondern wegen der
‚Siebtelbauern‘. In diesem Film hat Ruzowitzky die Hölle des Dorfes
geschildert. Ich denke, es wird in der Gegenwart spielen, und auch
der Goldene Schuss wird eine heutige Bedeutung haben", sagt Geyer im
NEWS-Interview.

Und Ruzowitzky erklärt: "Für mich ist der ‚Freischütz‘ ein
universelles Drama. Es geht um die Initiation eines jungen Mannes.
Die Bauern arbeiten hier nie. Sie sind ständig am Feiern. Das sind
die reinsten Party-People. Im Wald lebt eine Hippiekommune. Einer von
ihnen will Verantwortung übernehmen. Und der Dialog über den Goldenen
Schuss ist das reinste Junkiegespräch. Aber das heißt nicht, dass bei
mir mit Spritzen geschossen wird."

Die Opernaufführungen sind bis zu 94 Prozent ausgelastet. Trotz
Untersubventionierung konnte er einen Überschuss erarbeiten. Dieser
werde in Umbauten umgesetzt. Ab September werde man im Publikumsraum
bequemer sitzen, ohne dass ein nennenswerter Verlust an Plätzen
entsteht. Und in den nächsten Jahren wird der Stauraum für Kulissen
geschaffen, dessen Fehlen den Probenbetrieb derzeit lähmt. Mehr als
die bisher 100 Aufführungen pro Saison wird es dennoch nicht geben.
"Dafür wäre eine höhere Subvention nötig", sagt Geyer.

Weiter kündigt Geyer an: "Mit dem Hausorchester, den Wiener
Symphonikern, wird es notwendige politische Gespräche geben müssen.
Mein Opernbetrieb muss sich derzeit nach ihren Konzertterminen
einschränken. Es ist wichtig, dass das Opernorchester eines Hauses
auch in diesem Haus verankert ist und langfristig zur Disposition
steht." Die größeren Erfolge erbrachte ihm das von Einsparungen
betroffene RSO. "Die Symphoniker sind auch insofern gefordert, als de
Billy mit dem RSO einen entsprechenden Vorsprung erarbeitet hat. Dass
dieses Orchester in Gefahr gerät, ist unbegreiflich. Die Salzburger
Festspiele, der Musikverein, das Konzerthaus und das Theater an der
Wien sind jetzt verpflichtet, diesem für sie wichtigen Klangkörper
Solidarität zu zeigen."

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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