• 07.07.2008, 13:28:17
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Landau-Appell: Verbesserungen beim Pflegegeld noch rasch durchführen

Wiener Caritasdirektor erinnert daran, dass für die jetzige "wie für jede künftige Regierung" Armutsvermeidung und Armutsbekämpfung Priorität haben müssen

Wien, 7.7.08 (KAP) Auch wenn es zu Neuwahlen kommt, sollten die
Regierungsparteien zumindest beim Pflegegeld "nicht auf die Menschen
vergessen" und die ins Auge gefassten Verbesserungen noch jetzt rasch
in die Wege leiten. Diesen Appell richtete der Wiener Caritasdirektor
Msgr. Michael Landau am Montagnachmittag an die Repräsentanten der
beiden Regierungsparteien.

Konkret gehe es um eine bessere Einstufung für demenzkranke Menschen
und um die Entlastung der pflegenden Angehörigen, betonte Landau.
Ebenso wichtig sei die schon lange fällige Erhöhung des Pflegegeldes
und eine regelmäßige Valorisierung, also ein Inflationsausgleich.
Seit der Einführung vor 15 Jahren sei das Pflegegeld, auf das 400.000
Menschen in Österreich angewiesen sind, nur drei Mal erhöht worden,
letztmalig 2005 um gerade zwei Prozent. In Zeiten rascher
Preiserhöhungen in allen Lebensbereichen sei eine Erhöhung des
Pflegegeldes für die Betroffenen dringend erforderlich, so der Wiener
Caritasdirektor.

Wörtlich stellte Msgr. Landau fest: "Die Menschen dürfen im
Parteienstreit nicht auf der Strecke bleiben. Das gilt für
pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, aber auch sonst für
sozial schwache Gruppen, etwa Mindestpensionisten, kinderreiche,
einkommensschwache Familien, Alleinerzieherinnen oder
langzeitarbeitslose Menschen. Für die jetzige wie für jede künftige
Regierung gilt: In den Bereichen Armutsvermeidung und
Armutsbekämpfung muss es rasch klare Akzente geben". (ende)
K200806223
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