- 03.07.2008, 15:02:47
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"Kunst + Politik" im MUSA
Wien (OTS) - Den Kontext von "Kunst + Politik" stellt das MUSA,
1., Felderstraße 6-8, in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die vom
4. Juli bis 10. Oktober zu sehen ist. Kulturstadtrat Dr. Andreas
Mailath-Pokorny präsentierte die aus den Beständen der Sammlung der
Stadt Wien gestaltete Schau am Donnerstag und verwies dabei auf die
Verpflichtung der Politik gegenüber der Kunst. Diese Verpflichtung
liege in den materiellen Voraussetzungen der öffentlichen
Finanzierung von Kunst, aber auch in den politischen, nämlich der
Gewährleistung der Freiheit der Kunst. Gerade dieser Wert müsse
verteidigt werden, wie eine Reihe von Beispielen in letzter Zeit,
national und international, gezeigt habe.
Die Politik habe auch Orte für die kritische Auseinandersetzung
mit Kunst und Kultur zu schaffen, so Mailath-Pokorny, wie es die
Stadt Wien auch mit dem MUSA getan habe. Die Ausstellung "Kunst +
Politik" weise das MUSA einmal mehr als kritisches, zeitgenössisches
Museum aus, das wichtige Themen aufgreife und darstelle. Die
Gesamtsicht der Ausstellung "Kunst + Politik" zeige Beispiele der
Auseinandersetzung mit Politik aus künstlerischer Sicht seit der
Mitte des vorigen Jahrhunderts und ergebe insgesamt eine anregende,
aber auch bestürzende Reise durch diese Zeit.
Rund 16.5000 Kunstwerke umfasst die aus Ankäufen seit 1951
generierte Sammlung der Stadt Wien heute, rund 2000 davon seien mit
"Kunst und Politik" beschlagwortet, so die Kuratorin der Ausstellung,
Hedwig Saxenhuber. Eine Auswahl davon gibt nun Bild davon, welche
Bilder sich die Kunst im Lauf der Jahrzehnte von Politik und
Gesellschaft gemacht hat. Das Staats tragende Gemälde von Sergius
Pauser von der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages im
Belvedere 1955 steht einer überwiegenden Anzahl von Werken gegenüber,
die die Politik, historische Ereignisse und soziale Umstände kritisch
hinterfragen und in verschiedenster Form kritisieren, aber auch von
den jeweiligen gängigen Normen der Kunst abweichen. Die Liste der
Namen reicht dabei von Sergius Pauser, Carry Hauser, Otto Rudolf
Schatz, dem bis heute weitgehend unbekannt gebliebenen Karl Wiener
und Angela Varga bis zu Zeitgenossen wie Hermann Painitz, Timo Huber,
Johanna Kandl, Lisl Ponger und Tim Sharp. Thematische Unterteilungen
der Ausstellung sind u.a. Schwerpunkten wie den Gräueln des
Nationalsozialismus und einem "Exkurs zum Verständnis des Anderen"
gewidmet.
Die Ausstellung im MUSA, 1., Felderstraße 6-8, ist Dienstag,
Mittwoch und Freitag von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag von 11 bis 20 Uhr
und am Samstag von 11 bis 16 Uhr geöffnet, Sonn- und Feiertag
geschlossen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung wird von einer
Reihe von Veranstaltungen begleitet, am Freitag, 4. Juli findet ab
15.30 Uhr ein Symposium in englischer Sprache, u. a. mit Maria
Berrios, Politikwissenschaftlerin aus Chile und David Riff, Mitglied
des Moskauer Kollektivs "Chto Delat" statt.
o Weitere Informationen: MUSA Tel.: 4000-8400 Internet: www.musa.at E-Mail: [email protected]
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) gab
Rückfragehinweis:
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www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
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Tel: 0664 856 3007
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