• 03.07.2008, 11:44:28
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LK Österreich: Erdölpreise treiben Düngemittelpreise in die Höhe

Hautzinger: Märkte beobachten, Kosten nicht aus den Augen verlieren

Wien (OTS) - "Auch wenn immer wieder über die Preise der
agrarischen Rohstoffe diskutiert wird, muss festgehalten werden, dass
mit den Preissteigerungen für pflanzliche Erzeugnisse wie Getreide
oder Ölsaaten noch nicht einmal das Niveau von vor 1995 erreicht ist.
Gleichzeitig sind die Bauern mit einer durch den unaufhaltsam
steigenden Rohölpreis getriebenen Kostensteigerung konfrontiert, die
große Teile der Preissteigerungen bereits wettgemacht hat. Deshalb
ist es für unsere Landwirte wichtig, die Märkte genau zu beobachten
und die eigenen Kosten exakt zu kennen", erklärte Franz Stefan
Hautzinger, Vorsitzender des Ausschusses für Ackerkulturen der LK
Österreich und Präsident der LK Burgenland.

Getreide-Vermarktung: Möglichkeiten

Für die Vermarktung der Ernteprodukte werden vom Agrarhandel
unterschiedliche Systeme angeboten, aus denen die Landwirte auswählen
können.

Fixpreis zur Ernte: Die Abrechnung erfolgt unmittelbar zur Ernte nach
Ablieferung

Poolsystem: mit Akontozahlung zur Ernte nach Ablieferung und einer
marktabhängigen Nachzahlung am Ende der Vermarktungsperiode

Lohneinlagerung: Ablieferung zur Ernte, Verkaufszeitpunkt bestimmt
der Landwirt auf Grundlage seiner Markteinschätzung

Preisabsicherung: Ablieferung zur Ernte, mit Festsetzung eines
Verkaufstermins durch den Landwirt vor der Ernte und Abwicklung des
Termingeschäftes durch den Handel

Eigeneinlagerung: Ware verbleibt bis zum Verkaufstermin, der vom
Landwirt bestimmt wird, im betriebseigenem Lager

"Welche Variante für den Ackerbauern am besten geeignet ist, hängt
von mehreren Faktoren ab. Es ist beispielsweise zu klären, wie hoch
die Kosten für eine mögliche Eigeneinlagerung einschließlich der
Kosten für die Gesunderhaltung der Lagerbestände liegen, wie
zuverlässig die Beurteilung der Marktentwicklung und wie hoch die
Zinsbelastung für Zahlungstermine ist", so Hautzinger weiter.

Betriebsmittelpreise dramatisch gestiegen

"Die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel sind in den
letzten Monaten dramatisch gestiegen. Hauptursache dafür sind die
gestiegenen Energiepreise infolge der explodierenden Rohölpreise. So
beträgt der Preisanstieg bei Düngemitteln zwischen Herbst 2006 und
Jänner 2008 bis zu 100 % bei Phosphordüngern und 55 bis 60% bei
Stickstoffdüngern. Die Teuerung bei Kalidüngern macht im selben
Zeitraum rund 75% aus", erläuterte Hautzinger.

Der Ausschuss habe daher einstimmig verlangt, so Hautzinger, dass
für importierte Düngemittel keine Importzölle mehr eingehoben werden
sollen. Wörtlich: "Diese verteuern die Produktion
landwirtschaftlicher Produkte zusätzlich. Die Gefahr des
Preisdumpings besteht angesichts der hohen Nachfrage ohnedies nicht.
Vielmehr könnte so auch ein Beitrag zur Inflationsbekämpfung erzielt
werden, da landwirtschaftliche Rohstoffe kostengünstiger produziert
werden können. Zudem stehen Mitbewerbern auf internationalen Märkten
diese Betriebsmittel kostengünstiger zur Verfügung als den heimischen
Bauern", so Hautzinger abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

Landwirtschaftskammer Österreich 
   Austrian Chamber of Agriculture 
   Kommunikation 
   Schauflergasse 6, 1014 Wien 
   T +43/1/53441-8520, 8523 
   F +43/1/53441-8519 
   mailto:[email protected] 
   www.lk-oe.at

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