• 03.07.2008, 08:59:00
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AK: EZB darf Arbeitnehmer die Rechnung für Spekulanten nicht zweimal zahlen lassen

AK Präsident Herbert Tumpel spricht sich gegen Erhöhung der Leitzinsen aus

Wien (OTS) - "Die Erhöhung der Leitzinsen würde zu Lasten der
Arbeitnehmer gehen und die Konjunktur weiter gefährden" warnt AK
Präsident Herbert Tumpel vor einer Anhebung der Zinsen durch die
Europäische Zentralbank. "Wir sind in einer kritischen Situation. Die
Reallöhne sinken, der Euro ist auf Rekordhoch, die
Investitionsdynamik lässt nach und die Wirtschaftsforscher sagen uns
einen Rückgang von Wachstum und Beschäftigung voraus. Die Inflation
jetzt durch ein Abwürgen der ohnehin rückläufigen Konjunktur
bekämpfen zu wollen, ist schlicht falsch, weil die EZB die weltweite
Nachfrage nach Erdöl nicht mit einer europäischen Rezension bekämpfen
kann", so Tumpel. Die EZB und die europäische Politik wären besser
beraten, den immer wiederkehrenden Spekulationswellen Einhalt zu
gebieten und sich Sorgen über mangelnden Wettbewerb auf den
Rohstoffmärkten zu machen, auf denen die Ölmultis sprudelnde Gewinne
einfahren. "Es ist nicht einzusehen, dass die Arbeitnehmer jetzt die
Zeche für die Spekulanten zwei Mal zahlen sollen: Einmal in Form
höherer Lebenshaltungskosten und ein zweites Mal durch schlechtere
Wachstums- und Beschäftigungsaussichten", so Tumpel. Im Gegenteil:
"In dieser sensiblen Phase gilt es, das Binnenwachstum des Euroraums
zu stärken, anstatt weiter zu schwächen", so Tumpel.

Rückfragehinweis:
Sylvia Kuba
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2331
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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