- 01.07.2008, 14:12:13
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KA: Ethikunterricht für alle, die nicht im Religionsunterricht sind
Luitgard Derschmidt bezeichnet Wertevermittlung als "wesentlichen Bestandteil eines humanistischen Bildungsideals"
Wien, 1.7.08 (KAP) Für einen verpflichtenden Ethikunterricht für jene
Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen,
hat sich Luitgard Derschmidt, die Präsidentin der Katholischen Aktion
Österreich (KAÖ), ausgesprochen. Wünschenswert wäre ein solcher
Unterricht ab der 5. Schulstufe, also möglichst frühzeitig, denn die
Vermittlung von Werten sei "wesentlicher Bestandteil eines
ganzheitlichen, humanistischen Bildungsideals", begründete Derschmidt
ihre im Anschluss an ein Treffen des KAÖ-Arbeitskreises
"Bildungsgerechtigkeit" erhobene Forderung.
Ein "Ort" der intellektuellen Auseinandersetzung mit Wertefragen, die
das Zusammenleben in der Gesellschaft und das Gemeinwohl betreffen,
sei in der Schule notwendig. Luitgard Derschmidt sieht den
Ethikunterricht nicht als Konkurrenz zum Religionsunterricht - den
sie für "unverzichtbar" hält, sondern als "notwendige Ergänzung in
einer immer pluralistischer werdenden Gesellschaft".
Werthaltungen seien entscheidend für die Zukunft, stellte Derschmidt
fest. Das gelte etwa im Hinblick auf die notwendige Solidarität
innerhalb Österreichs und auch darüber hinaus. Die Erfahrung zeige,
dass politisch Verantwortliche "nur soweit zu agieren wagen, als sie
Rückhalt in der Bevölkerung für ihre Politik vermuten". Anstelle das
Niveau weiter "in Richtung des Boulevards" zu senken, wäre es laut
der KAÖ-Präsidentin "höchste Zeit für Investitionen in die Zukunft
der Kinder und der Gesellschaft". (ende)
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