- 30.06.2008, 15:36:45
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Michael Pistauer neuer Präsident des VEÖ
E-Wirtschaft will zügig am Aufbau eines neuen Energiesystems mitwirken
Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Vorstands der
Verbundgesellschaft, Dr. Michael Pistauer, ist zum neuen Präsidenten
des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) gewählt
worden. Pistauer folgt in dieser Position dem Generaldirektor der
Energie AG Oberösterreich, Dr. Leo Windtner, der von 2005 bis 2008
Präsident der Interessenvertretung der österreichischen
Elektrizitätswirtschaft war. "Diese Wahl ist ein Ausdruck des großen
Vertrauens in das Integrationspotenzial von Dr. Michael Pistauer",
begründet der scheidende Präsident Windtner die Entscheidung.
Pistauer war bereits in den Jahren 2002 bis 2005 Präsident des VEÖ
und agierte von 2005 bis 2008 gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden
der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag), Dr. Bruno Wallnöfer, als
Vizepräsident des VEÖ. Zu neuen Vizepräsidenten des VEÖ wurden Dr.
Leo Windtner und Dr. Bruno Wallnöfer gewählt. Mit seinen rund 140
Mitgliedern repräsentiert der 1953 gegründete VEÖ mehr als 90 Prozent
der österreichischen Stromerzeugung.
Pistauer für verstärkte Nutzung der Wasserkraft und
Effizienzverbesserungen
Wichtigste Aufgabe der österreichischen E-Wirtschaft in den
kommenden Jahren werde es sein, zügig am Aufbau eines neuen
Energiesystems mitzuwirken, das überwiegend auf erneuerbaren
Ressourcen, auf massivem Energiesparen und deutlich höherer
Energieeffizienz beruht. "Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist
die verstärkte Nutzung der heimischen Wasserkraft im Einklang mit
Bevölkerung und Umwelt", so Pistauer.
Für die kommenden Jahre sieht Pistauer "dramatisch steigende
Herausforderungen": "Die Ressourcen werden knapp, der Energie- und
vor allem der Stromverbrauch dagegen steigen scheinbar unaufhörlich
an. Ein Paradigmenwechsel ist dringend vonnöten, wir brauchen eine
Trendumkehr", so der neue VEÖ-Präsident. Die Zukunft der
Stromversorgung kann aus seiner Sicht nur in einem intensiven
Zusammenwirken von herkömmlichem zentralem und neuem dezentralem
Elektrizitätssystem liegen. Pistauer: "Österreichs E-Wirtschaft
arbeitet bereits intensiv an der neuen Stromzukunft mit, wie zum
Beispiel an Pilotprojekten zu intelligenten Stromnetzen, so genannten
smart grids. Nun gilt es, Innovationen rascher voranzutreiben, und
zwar technologisch, ökonomisch und politisch."
Windtner führte E-Wirtschaft durch wichtige Weichenstellungen
Windtner engagierte sich im Rahmen seiner VEÖ-Präsidentschaft als
Motor der sich abzeichnenden großen Veränderungen in der
Elektrizitätswirtschaft. Meilensteine der vergangenen Jahre waren
dabei das Bekenntnis des VEÖ zur EU-Effizienzrichtlinie und zu den
Maßnahmen zum Klimaschutz. 2005 startete Windtner die dringend
notwendige Diskussion über den Ausbau der Strominfrastruktur in
Österreich und unter seiner Führung präsentierte der VEÖ im Mai 2007
den Masterplan Wasserkraft. Windtner: "Der Masterplan demonstriert
als gemeinsames Zukunftsprojekt der E-Wirtschaft, dass die Branche
bereit ist, geschlossen und in einer starken Interessenvertretung den
Weg in die Energiezukunft nicht nur zu eröffnen, sondern auch die
entsprechenden Schritte zu setzen."
Seine dreijährige Funktionsperiode als VEÖ-Präsident beschreibt
Windtner als "Zeit der großen Veränderungen und einer
Neuorientierung, hin zu einer effizienten und klimaschonenden
Ausrichtung." Unter seiner Führung wurde die Liberalisierung der
europäischen E-Wirtschaft in Österreich vollzogen, inklusive der
Entstehung der neuen europäischen Handelsplätze für Strom, die heute
die Marktpreise bestimmen. Anfang 2007 komplettierte die
österreichische E-Wirtschaft als europäischer Vorreiter die Trennung
von Erzeugung und Übertragungsnetzen, und unter Windtners Führung
verhandelte die E-Wirtschaft mit dem Wirtschaftsministerium und dem
Regulator auch die stufenweise Senkung der Netztarife, die den
österreichischen Haushalten bisher Kostenreduktionen von mehr als 70
Euro pro Jahr brachten. Weitere Highlights der Präsidentschaft
Windtners waren das Wettbewerbspaket der E-Wirtschaft und die
Erhöhung der Transparenz in der Erzeugung durch die Übermittlung der
Produktionsdaten an die Leipziger Strombörse EEX.
Dr. Michael Pistauer
Dr. Michael Pistauer wurde am 12. Dezember 1943 in Salzburg
geboren, wechselte 1994 von der Tauernkraftwerke AG in den
Verbund-Vorstand und ist seit 2003 stellvertretender
Vorstandsvorsitzender. Im Jahr 2007 wurde er zum
Vorstandsvorsitzenden des Verbund ernannt.
Rückfragehinweis:
Pressestelle des Verbands der Elektrizitätsunternehmen
Österreichs (VEÖ)
Ernst Brandstetter
Mobil: +43 (0) 664 283 1997
mailto:[email protected]
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