Michael Pistauer neuer Präsident des VEÖ

E-Wirtschaft will zügig am Aufbau eines neuen Energiesystems mitwirken

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Vorstands der
Verbundgesellschaft, Dr. Michael Pistauer, ist zum neuen Präsidenten des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) gewählt worden. Pistauer folgt in dieser Position dem Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich, Dr. Leo Windtner, der von 2005 bis 2008 Präsident der Interessenvertretung der österreichischen Elektrizitätswirtschaft war. "Diese Wahl ist ein Ausdruck des großen Vertrauens in das Integrationspotenzial von Dr. Michael Pistauer", begründet der scheidende Präsident Windtner die Entscheidung. Pistauer war bereits in den Jahren 2002 bis 2005 Präsident des VEÖ und agierte von 2005 bis 2008 gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag), Dr. Bruno Wallnöfer, als Vizepräsident des VEÖ. Zu neuen Vizepräsidenten des VEÖ wurden Dr. Leo Windtner und Dr. Bruno Wallnöfer gewählt. Mit seinen rund 140 Mitgliedern repräsentiert der 1953 gegründete VEÖ mehr als 90 Prozent der österreichischen Stromerzeugung.

Pistauer für verstärkte Nutzung der Wasserkraft und Effizienzverbesserungen

Wichtigste Aufgabe der österreichischen E-Wirtschaft in den kommenden Jahren werde es sein, zügig am Aufbau eines neuen Energiesystems mitzuwirken, das überwiegend auf erneuerbaren Ressourcen, auf massivem Energiesparen und deutlich höherer Energieeffizienz beruht. "Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist die verstärkte Nutzung der heimischen Wasserkraft im Einklang mit Bevölkerung und Umwelt", so Pistauer.

Für die kommenden Jahre sieht Pistauer "dramatisch steigende Herausforderungen": "Die Ressourcen werden knapp, der Energie- und vor allem der Stromverbrauch dagegen steigen scheinbar unaufhörlich an. Ein Paradigmenwechsel ist dringend vonnöten, wir brauchen eine Trendumkehr", so der neue VEÖ-Präsident. Die Zukunft der Stromversorgung kann aus seiner Sicht nur in einem intensiven Zusammenwirken von herkömmlichem zentralem und neuem dezentralem Elektrizitätssystem liegen. Pistauer: "Österreichs E-Wirtschaft arbeitet bereits intensiv an der neuen Stromzukunft mit, wie zum Beispiel an Pilotprojekten zu intelligenten Stromnetzen, so genannten smart grids. Nun gilt es, Innovationen rascher voranzutreiben, und zwar technologisch, ökonomisch und politisch."

Windtner führte E-Wirtschaft durch wichtige Weichenstellungen Windtner engagierte sich im Rahmen seiner VEÖ-Präsidentschaft als Motor der sich abzeichnenden großen Veränderungen in der Elektrizitätswirtschaft. Meilensteine der vergangenen Jahre waren dabei das Bekenntnis des VEÖ zur EU-Effizienzrichtlinie und zu den Maßnahmen zum Klimaschutz. 2005 startete Windtner die dringend notwendige Diskussion über den Ausbau der Strominfrastruktur in Österreich und unter seiner Führung präsentierte der VEÖ im Mai 2007 den Masterplan Wasserkraft. Windtner: "Der Masterplan demonstriert als gemeinsames Zukunftsprojekt der E-Wirtschaft, dass die Branche bereit ist, geschlossen und in einer starken Interessenvertretung den Weg in die Energiezukunft nicht nur zu eröffnen, sondern auch die entsprechenden Schritte zu setzen."

Seine dreijährige Funktionsperiode als VEÖ-Präsident beschreibt Windtner als "Zeit der großen Veränderungen und einer Neuorientierung, hin zu einer effizienten und klimaschonenden Ausrichtung." Unter seiner Führung wurde die Liberalisierung der europäischen E-Wirtschaft in Österreich vollzogen, inklusive der Entstehung der neuen europäischen Handelsplätze für Strom, die heute die Marktpreise bestimmen. Anfang 2007 komplettierte die österreichische E-Wirtschaft als europäischer Vorreiter die Trennung von Erzeugung und Übertragungsnetzen, und unter Windtners Führung verhandelte die E-Wirtschaft mit dem Wirtschaftsministerium und dem Regulator auch die stufenweise Senkung der Netztarife, die den österreichischen Haushalten bisher Kostenreduktionen von mehr als 70 Euro pro Jahr brachten. Weitere Highlights der Präsidentschaft Windtners waren das Wettbewerbspaket der E-Wirtschaft und die Erhöhung der Transparenz in der Erzeugung durch die Übermittlung der Produktionsdaten an die Leipziger Strombörse EEX.

Dr. Michael Pistauer

Dr. Michael Pistauer wurde am 12. Dezember 1943 in Salzburg geboren, wechselte 1994 von der Tauernkraftwerke AG in den Verbund-Vorstand und ist seit 2003 stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Im Jahr 2007 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden des Verbund ernannt.

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