- 28.06.2008, 16:20:40
- /
- OTS0047 OTW0047
Rom-Besuch von Bartholomaios I. "gutes Zeichen für die Ökumene"
Begegnung zwischen Papst und Patriarch im Apostolischen Palast - Benedikt XVI. betont die Hoffnung, dass die getrennten Christen "bald zur vollen Einheit gelangen"
Vatikanstadt, 28.6.08 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat den Besuch des
Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. zur Eröffnung des
Paulus-Jahres in Rom als ermutigendes Zeichen für die Ökumene
gewürdigt. Benedikt XVI. erinnerte am Samstag im Apostolischen Palast
bei einer Begegnung mit dem Oberhaupt der Weltorthodoxie daran, dass
alljährlich das Patronatsfest der Kirche von Rom (Peter und Paul am
29. Juni) und das Patronatsfest der Kirche von Konstantinopel
(Andreas am 30. November) im Zeichen von wechselseitigen Besuchen
stehen. Durch die brüderlichen Gespräche und das gemeinsame Gebet
wachse die Hoffnung, "bald zur vollen Einheit zu gelangen", sagte der
Papst. Vom Gedenkjahr anlässlich der Geburt des Apostels vor 2.000
Jahren erhoffe er sich ein erneuertes ökumenisches Engagement.
Dass auch Bartholomaios I. als Patriarch von Konstantinopel ein
Paulus-Jahr ausgerufen habe, mache die Wurzeln der gemeinsamen
christlichen Berufung, aber auch die innere Übereinstimmung deutlich,
sagte Benedikt XVI. Dieses Festjahr solle die Besinnung auf das
theologische und spirituelle Erbe des Völkerapostels fördern. Paulus
selbst weise einen "sicheren Weg, die Einheit zu wahren und, im Fall
der Trennung, sie wiederherzustellen", so der Papst. Grundlage dieser
Einheit sei - wie der Apostel darlege - "der eine Herr, der eine
Glaube, die eine Taufe". Paulus habe die frühchristlichen Gemeinden
bestärkt, in der Einheit zu verbleiben; Benedikt XVI. zitierte in
diesem Zusammenhang aus dem Ersten Korintherbrief: "Seid alle
einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines
Herzens und eines Sinnes".
In der Welt von heute festige sich das Phänomen der Globalisierung,
zugleich gebe es aber nach wie vor Spaltungen und Konflikte,
erinnerte der Papst. Umso mehr hätten die Menschen ein wachsendes
Bedürfnis nach Sicherheit und Frieden. Zugleich gerieten sie aber
durch eine bestimmte hedonistische und relativistische Kultur, die
"sogar in Zweifel zieht, dass es Wahrheit geben kann", in Verwirrung.
Die Hinweise des Apostels Paulus seien eine Ermutigung bei der Suche
nach der vollen Einheit unter den Christen, die so notwendig sei, "um
vor den Menschen des dritten Jahrtausends ein leuchtendes Zeugnis für
Christus abzulegen", der "Weg, Wahrheit und Leben" sei. (ende)
K200805958
nnnn
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT






