- 26.06.2008, 11:15:26
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LK Österreich: Lebensmittel sind viel zu wertvoll zum Wegwerfen
Umweltausschussobmann Herndl: Sorgsamer Umgang senkt Kosten und Inflation
Wien (OTS) - "Unsere Lebensmittel sind viel zu wertvoll und
sollten nicht einfach weggeworfen werden, wie dies leider tagtäglich
in großem Umfang passiert. Ein sorgsamerer Umgang mit Lebensmitteln
würde massive Kosteneinsparungen für die Konsumenten bedeuten. Das
kann angesichts der aktuellen Inflationsentwicklung auch einen
wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Inflation darstellen. Alleine
die Anbaufläche von Getreide für weggeworfenes Brot und Gebäck reicht
aus, um ein Fünftel des österreichischen Bedarfs des
Beimischungszieles von Bioethanol zu fossilen Treibstoffen zu
erreichen und könnte darüber hinaus die Importabhängigkeit von
fossilen Treibstoffen spürbar reduzieren", erklärte Hannes Herndl,
Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen der LK Österreich und
Präsident der LK Oberösterreich, in einer Aussendung.
Pro Kopf und Jahr landen Lebensmittel um EUR 400,- im Müll
Vor dem LK-Umweltausschuss referierte Felicitas Schneider vom
Institut für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur (BOKU)
über die Thematik Lebensmittel in der Abfallwirtschaft. Schneider
informierte über Studienergebnisse, die zeigen, dass "der Anteil des
Restmülls in Haushalten aus original verpackten oder angebrochenen
Lebensmitteln bis zu 12% beträgt". Hinzu kommen noch nahezu ebenso
viele Speise- und Zubereitungsreste. Beim Anteil von Lebensmitteln im
Restmüll ist ein Stadt-Land-Gefälle feststellbar. So beträgt in Wien
der Anteil an Lebensmitteln im Restmüll mehr als 10% und ist daher
höher als am Land, wo dieser unter 10% liegt.
Österreichweit landen ca. 40 kg vermeidbare Lebensmittelabfälle
pro Einwohner und Jahr im Müll. Dies entspricht bei einem
4-Personen-Haushalt einem Wert von bis zu rund EUR 400,- pro Jahr.
Laut der von der BOKU durchgeführten Studie werden täglich rund 45
kg Lebensmittel in Lebensmittelfilialen weggeworfen, ohne den Versuch
einer anderen Verwertung zu unternehmen. Die Weitergabe an soziale
Einrichtungen wird oftmals wegen des hohen Abwicklungsaufwandes und
fehlender rechtlicher Rahmenbedingungen nicht betrieben.
"Durch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen kann nicht nur
aktiv Geld gespart, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur
Erreichung der Reduktionsverpflichtungen von Treibhausgasen und zur
Energieeffizienz erzielt werden", so Herndl abschließend.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Landwirtschaftskammer Österreich Austrian Chamber of Agriculture Kommunikation Schauflergasse 6, 1014 Wien T +43/1/53441-8520, 8523 F +43/1/53441-8519 mailto:[email protected] www.lk-oe.at
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