- 23.06.2008, 11:03:41
- /
- OTS0093 OTW0093
Land verstärkt Maßnahmen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Scharer präsentierte Studie über Frauen mit Behinderungen auf dem Salzburger Arbeitsmarkt
Salzburg (OTS) - Frauen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen
sind in vielen Bereichen des Lebens nicht nur einfach, sondern oft
doppelt benachteiligt. Das ist das Ergebnis der heute, Montag, 23.
Juni, präsentierten Studie "Frauen mit Behinderungen und
Beeinträchtigungen am Salzburger Arbeitsmarkt". Die 200 Seiten
umfassende Studie wurde unter der wissenschaftlichen Leitung der
Sozialwissenschafterinnen Dr. Birgit Buchinger und Mag. Ulrike
Gschwandtner (die leider im vergangenen Jahr verstorben ist) im
Auftrag von Landesrätin Erika Scharer durchgeführt.
"Die große Leistung dieser Studie liegt in der Transparenz, mit
der die beiden Autorinnen ihre Begegnung mit den Frauen und die
dadurch veränderte Wahrnehmung von Behinderung beschreiben", sind
sich Sozialreferentin Scharer und Mag. Gabriele Pöhacker vom
Behindertenreferat der Erzdiözese Salzburg einig. In den vergangenen
Jahren sind in der Salzburger Behindertenhilfe verschiedene
Anstrengungen zur Verbesserung der Infrastruktur und zum Ausbau der
Leistungen unternommen worden. "Für das Land Salzburg sind die
Ergebnisse dieser Studie eine wichtige Basis, um das Maßnahmenangebot
für Frauen mit Beeinträchtigungen auszubauen", betonte
Sozialreferentin Landesrätin Scharer.
Das Land Salzburg wird unter anderem das Angebot an Ausbildungen
in den Ausbildungseinrichtungen der Behindertenhilfe verstärken,
mädchenspezifische Elternarbeit soll forciert werden, und ein
Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte und Beschäftigte im
Behindertenwesen zu frauenspezifischen Behinderungsfragen wird
gestartet. "Zudem werden wir noch heuer eine landesweite,
flächendeckende Behindertenberatung - ähnlich wie die neue
Pflegeberatung des Landes - ins Leben rufen", so Scharer. "Menschen
mit Behinderungen und Beeinträchtigungen erhalten in den
Beratungsstellen kostenlos, unabhängig und in ihrer Nähe alle nötigen
Informationen rund um das Thema Behinderung."
"Gefragt sein als Expertinnen, reden können ohne Zeitdruck und
ohne Bewertungen war allein schon ein emanzipatorisches Ereignis für
die Interviewpartnerinnen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen",
so Mag. Pöhacker vom Behindertenreferat der Erzdiözese über die
Studie. Insgesamt wurden 37 qualitative Interviews mit Frauen mit
Behinderungen und Beeinträchtigungen durchgeführt. Die altersmäßige
Verteilung der interviewten Frauen ist wie folgt: 15 Frauen sind bis
zu 24 Jahre alt, elf Frauen in der Altersgruppe zwischen 25 und 40
Jahren, und elf Frauen sind über 40 Jahre alt. 16 Frauen sind in der
Stadt Salzburg beziehungsweise in Salzburg-Umgebung wohnhaft, 21
Frauen wohnen in den übrigen Bezirken des Landes. Sieben Frauen gaben
an, eine Sinnesbehinderung oder eine Körperbehinderung zu haben. Fünf
Frauen haben eine psychische, vier Frauen eine geistige
Beeinträchtigung, drei Interviewpartnerinnen sind chronisch krank.
Insgesamt elf Frauen haben Lernschwierigkeiten. Von den 37 Frauen
gaben acht an, eine Mehrfachbehinderung zu haben.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SBG






