- 20.06.2008, 14:32:27
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Christlich-muslimischer Dialog in Vorarlberg
Diözesanbischof Elmar Fischer und der Vorsitzende der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Abdi Tasdögen, trafen zusammen
Feldkirch, 20.6.08 (KAP) Die christlich-muslimischen Beziehungen -
vor allem in Vorarlberg - standen im Mittelpunkt eines Gespräches
zwischen dem Feldkircher Bischof Elmar Fischer und Abdi Tasdögen, dem
Vorsitzenden der Islamischen Glaubensgemeinschaft für Tirol und
Vorarlberg. Die Unterredung sei, wie Bischof Elmar Fischer betonte,
"von einer guten Atmosphäre" bestimmt gewesen. Man sei
übereingekommen, selbstverständlich weiterhin im Kontakt zu bleiben.
Fischer und Tasdögen erörterten die jüngsten öffentlichen
Diskussionen in Vorarlberg, deren Anlass Äußerungen des Vorarlberger
Diözesanbischofs zum Bau von Minaretten und zur
Integrationswilligkeit der Muslime waren. Die beiden Gesprächspartner
stimmten überein, dass die Belebung des Dialogs "an der Basis"
letztlich von entscheidender Bedeutung ist. "Dass der Dialog
funktionieren kann, hat der Gesprächsvorgang um den islamischen
Friedhof gezeigt", betonte Bischof Fischer.
Der für Herbst 2008 geplanten Errichtung einer muslimischen
Begräbnisstätte in Voprarlberg war ein breiter Diskussionsprozess
unter Einbindung der Landes- und Regionalpolitik, muslimischer
Interessenvertretungen und auch der katholischen Kirche (in Person
der Islambeauftragten der Diözese Feldkirch, Elisabeth Dörler)
vorausgegangen. Eine interreligiöse Arbeitsgruppe erarbeitete ein
Empfehlungspapier, als Standort für die Errichtung eines ersten
muslimischen Friedhofs wurde die Gemeinde Altach gewählt, die ein
Grundstück zur Verfügung stellte. (ende)
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