- 20.06.2008, 12:21:29
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Silhavy: E-Government muss für alle Menschen in gleicher Qualität zur Verfügung stehen
Alle Gemeinden sollen Partner beim E-Government werden
Wien (SK) - "Unsere Zielsetzung ist es, E-Government für alle
Menschen in gleicher Qualität zur Verfügung zu stellen", unterstrich
Verwaltungsstaatssekretärin Heidrun Silhavy am Freitag im Rahmen
einer Pressekonferenz anlässlich des Starts des Leitprojektes
"E-Government-Referenzstädte", einer Initiative des
Bundeskanzleramtes und des österreichischen Städtebundes zur weiteren
Stärkung von E-Government in Österreich. E-Government müsse für alle
Bürger zugänglich sein, unabhängig davon, wo sie wohnen, bemerkte die
Staatssekretärin. Daher, so Silhavy, sei die Initiative der
Referenzstädte von großer Wichtigkeit, es werde gezeigt, dass auch
jene Städte, die noch wenig Erfahrungen mit E-Government haben, die
Möglichkeit haben, ein umfangreiches Angebot für die Bürger zur
Verfügung zu stellen. Ziel ist es, dass in Zukunft möglichst alle
Gemeinden Partnergemeinden beim E-Government seien. ****
Besonders geachtet habe man beim Projekt auf die breite Streuung,
so Silhavy. Es seien größere Städte genauso in das Projekt
involviert, wie kleinere, ländliche. Insgesamt würden Städte und
Gemeinden von einem umfangreichen E-Government-Angebot profitieren,
einerseits könne mehr Bürgernähe hergestellt werden und andererseits
sei ein funktionierendes Online-Angebot auch eine "Visitenkarte für
die Gemeinden und die Bürgermeister". Von Seiten des
Staatssekretariats habe man sämtliche verfügbaren Serviceleistungen
wie ausgewählte Formularangebote, Contentsyndizierung,
Terminverwaltung bis hin zur elektronischen Zustellung zur Verfügung
gestellt, um die Initiative zu unterstützen.
Zu ihrem Amtsantritt als Staatssekretärin habe sie den sogenannten
Österreich-Atlas erstellen lassen, um aufzuzeigen, wie das
E-Government-Angebot in Österreich aussehe. Der Österreich-Atlas habe
ergeben, dass in Österreich das Angebot von Gemeinde zu Gemeinde sehr
unterschiedlich sei, sie habe alles daran gesetzt, das Angebot zu
verbessern. Der digitale Amtshelfer habe mittlerweile 400.000
Zugriffe pro Monat, er sei nach Lebenslagen aufgebaut, daher sei es
möglich, "die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen."
Wichtig sei ihr auch, so Silhavy, auf die Barrierefreiheit der
Internetseiten zu achten, denn gerade das Internet biete Menschen,
die nicht mobil sind, die Möglichkeit, bequem Amtswege zu erledigen.
Darüber hinaus müsse man darauf achten, dass auch alle Menschen,
unabhängig von Einkommen, Alter, Geschlecht oder Bildung, die gleiche
Chance haben, Online-Angebote wahrzunehmen. Insgesamt, so Silhavy,
müsse man "Barrieren abbauen und nicht aufbauen".
Weninger: Österreich Europameister im E-Government
"Wir sind durchaus europameisterlich im Bereich E-Government",
betonte der Generalsekretär des Städtebundes, Thomas Weninger, denn
es habe bereits zahlreiche Auszeichnungen für E-Goverment-Angebote
gegeben. Der Städtebund sei bereits seit Mitte der neunziger Jahre
sehr aktiv im Bereich des E-Government, um noch weitere
Verbesserungen zu erreichen, habe man das Projekt der Referenzstädte
ins Leben gerufen. Die Referenzstädte sollen als best practice
Beispiele anschaulich machen, dass es allen Städten und Gemeinden
möglich ist, ihr Online-Angebot mit geringem Aufwand auszubauen. Das
Projekt der Referenzstädte sei auf drei Jahre angelegt, Ziel sei es,
eine einheitliche Struktur zu entwickeln. Zu den Kosten merkte
Weninger an, dass ein Teil vom Städtebund getragen werde, einen Teil
würden die Städte selbst finanzieren, darüber hinaus habe man auch
eine Förderung von der Forschungsförderungsgesellschaft erhalten.
Stadler: E-Government wichtiger Beitrag zur Verwaltungsreform
Die gute Zusammenarbeit zwischen den Städten lobte der St. Pöltner
Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Die unterschiedlichen Städte
hätten ihre Erfahrungen eingebracht, es seien in enger Kooperation
der Verantwortlichen gemeinsame Module entwickelt worden. Für Stadler
wäre es "sinnlos, wenn jede Stadt das Rad neu erfindet", dies würde
zu viel höheren Kosten führen, darüber hinaus habe auch der Bürger
Vorteile, wenn in den unterschiedlichen Gemeinden und Städten die
Anwendungen gleich gestaltet seien. Das Projekt der Referenzstädte
sei ein wichtiger Ansatz für die Verwaltungsreform, erläuterte
Stadler. Mit dem elektronischen Akt seien einerseits
Verwaltungsvorgänge rascher abzuwickeln, der Back Office-Bereich
könne besser organisiert werden und durch die frei werdenden
Ressourcen in der Verwaltung sei es möglich, mehr Zeit für
Bürgerkontakte aufzubringen. Stadler plädierte dafür, in Zukunft auch
den Anwendungsbereich der E-Democracy auszubauen. "Hier werden wir
noch weiterte Schritte setzen", so Stadler, denn für Gemeinden sei es
besonders wichtig zu wissen, "wo den Bürgern der Schuh drückt."
(Schluss) sw
Rückfragehinweis:
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Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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