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Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Parteifríede ist in weiter Ferne (von Markus Kaufmann)
Ausgabe 20. Juni 2008
Klagenfurt (OTS) - Vom innerparteilichen Frieden ist man in der
Bundes-SPÖ noch weit entfernt. Die Personalrochaden und die Trennung
von Bundeskanzleramt und Parteichef haben die Wogen nicht geglättet -
im Gegenteil.
Es hagelt Kritik an der sogenannten Doppelspitze. Parteigranden wie
der Wiener Bürgermeister Michael Häupl und ÖGB-Chef Rudolf
Hundstorfer können der Neuerung nur wenig abgewinnen. Die durch die
Trennung losgetretene Diskussion um den Spitzenkandidaten Alfred
Gusenbauer tut der Partei ebenfalls nicht gut.
Das, was man mit dem Umkrempeln erreichen wollte, hat man nicht
geschafft, und der Koalitionspartner lacht sich ins Fäustchen.
Solange sich die SPÖ mit Konflikten in den eigenen Reihen schwächt,
haben die Schwarzen leichtes Spiel.
Das wird sich auch nicht ändern, bis sich die SPÖ dazu durchringen
kann, Meinungsverschiedenheiten unter sich und nicht in der
Öffentlichkeit auszutragen.
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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