• 19.06.2008, 16:26:22
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Bei Barazon - Das Wirtschaftsforum

Zum Thema : Mitarbeiterbeteiligung

Wien (OTS) - Es gilt als zeitgemässes Modell der
Mitarbeitermotivierung und - bindung, die sogenannte
Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn oder am Bestand eines Unternehmens.
Jedoch ist die Freude an diesem Modell nicht ungeteilt. Denn
einerseits schöpft der Finanzminister von solchen freiwilligen
Leistungen eines Betriebes gehörig ab, zum anderen befürchtet die
Gewerkschaft den Versuch, dass derartige volatile Beteiligungen nicht
zusätzlich sondern anstelle von (kollektiv)vertraglich geregelten
Einkommenszuwächsen treten sollen. Bei Ronald Barazon im Studio
diskutierten Dr. Peter Pichler, Vorstandsvorsitzender der Berndorf
AG, sowie Dr. Rupert Dollinger, Personalchef der Erste Bank mit dem
Vertreter der Gewerkschaft Mag. Bernhard Achitz, Leitender Sekretär
des ÖGB.
Dr. Pichler hielt fest, dass es bei der Berndorf AG zur
Unternehmenskultur gehöre, die Mitarbeiter mit an Bord zu holen und
am Unternehmen zu beteiligen. "Etwa 60 % der Mitarbeiter an den 5
österreichischen Standorten haben sich an jeweils ihren Unternehmen
beteiligt" sagte Pichler. Als nicht börsennotiertes Unternehmen könne
die Berndorf AG ein eigenes Erfolgsmodell entwickeln und nach den so
errechneten Kennzahlen werde der Gewinn bewertet und somit der Ertrag
für die beteiligten Mitarbeiter.
Dr. Dollinger von der Erste Bank erklärte, dass sein Unternehmen 2%
des ermittelten Gewinns heuer als Mitarbeiterdividende ausbezahlen,
unabhängig vom Bezahlungssystem. Die österreichischen Mitarbeiter
bekommen dies als Aktien. In seiner Eigenschaft als
Kollektivvertragsverhandler auf Unternehmerseite forderte Dr.
Dollinger, er wünsche sich in diesem Punkt mehr Flexibilität auf
Seiten der Gewerkschaft.
Mag. Achitz betonte, man müsse genau betrachten, was hinter der
Mitarbeiterbeteiligung steht. "Mitarbeiterbeteiligungen können
kollektivvertragliche Lohnerhöhungen nicht ersetzen" sagte Achitz.
Lohnerhöhungen aus Kollektivverträgen seien eben nachhaltig, was von
Beteiligungen nicht behauptet werden kann. "Preiserhöhungen bleiben
bestehen und schwanken nicht, daher wollen wir nachhaltige
Lohnerhöhungen" sagte Achitz.

Bei Barazon : 19.Juni um 16:30 Uhr, und 18:30 Uhr sowie 20.Juni um
05:05 Uhr und 12:05 Uhr

Rückfrage : Dr. Roland Schmidl (CR) 01-87878-14600

Rückfragehinweis:
TW1 Tourismus Fernsehen GmbH

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