• 19.06.2008, 14:48:07
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Hahn: Unis international wettbewerbsfit machen

Qualitative Zugangsbedingungen sind Qualitätssicherung für Studierende

Wien (OTS) - "Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu Elementen
der UG-Novelle stimmen mich optimistisch für die weiteren Gespräche
und Diskussionen. Die Kritik seitens der ÖH nehme ich sehr ernst. Wir
wollen ebenso wie die ÖH mehr Studierende. Allerdings müssen wir auch
die Qualität der Ausbildung sicherstellen. Qualitative
Zugangsbedingungen werden keine Hintertür für quantitative
Beschränkungen sein.", zeigt sich Bundesminister Dr. Johannes Hahn
erfreut über die ersten Reaktionen zur Begutachtung der UG-Novelle.
Im Zuge des Begutachtungsbeginns der UG-Novelle haben sich zahlreiche
wissenschaftsnahe Verbände positiv geäußert, so unter anderem der Rat
für Forschung und Technologieentwicklung, der Wissenschaftsrat, die
Fachhochschulkonferenz, der Fachhochschulrat, die Österreichische
Qualitätssicherungsagentur, die Wirtschaftskammer, der
Universitätsprofessorenverband, sowie die österreichische
Universitätenkonferenz.

Die Studienbedingungen weiter zu verbessern ist ein wichtiges Ziel
des Wissenschaftsministeriums. "Bessere Studienbedingungen lassen
sich weder gesetzlich noch durch Regierungsbeschluss anordnen",
betont Minister Hahn, "entscheidend ist, dass wir die richtigen
Rahmenbedingungen für wichtige Weiterentwicklungen schaffen, damit
sich die Universitäten im internationalen Kontext gut entwickeln
können". Im Herbst werden die budgetären Weichen für die
Universitäten bis 2012 gestellt. Das Wissenschaftsministerium wird
dafür Sorge tragen die positive budgetäre Entwicklung wie in der
laufenden Leistungsvereinbarungsperiode 2007 bis 2009, die allein für
das Globalbudget der Universitäten 525 Mio. Euro zusätzliches Geld
für die Universitäten gebracht hat, fortzuschreiben. Andererseits
müssen wir auf internationale Entwicklungen reagieren und
sicherstellen, dass Master und Ph-D auf qualitativ hohem Niveau
angeboten werden können. Das ist nicht nur eine Frage von budgetären
Bedeckbarkeiten. Denn bei den Ausgaben von rund 14.000 US-Dollar pro
Studierenden und Jahr (OECD Education at a Glance 2007) liegen wir in
der EU auf dem 3. Platz.

"Beim Vorschlag die Regelung der Studienbeiträge für
Drittstaatenangehörige den Universitäten zu überlassen, vermag ich
keine Schädigung Österreichs Rufs im Ausland zu erkennen", wundert
sich Hahn. "In England sind Studienbeiträge zwischen 5.000 und 12.000
Euro pro Jahr für Ausländer an öffentlichen Universitäten nicht
ungewöhnlich und trotzdem hat England einen der höchsten Anteile
ausländischer Studierender in der EU. Es geht darum von
zahlungskräftigen Kunden bei qualitativ hochwertigen Programmen
adäquate Beiträge zu verlangen und andererseits talentierten,
bedürftigen Studierenden in Österreich ein Studium zu ermöglichen,
deshalb werden wir die Universitäten dazu anhalten entsprechende
Studienförderprogramme zu entwickeln", so Hahn.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
Presse: Mag. Martha BRINEK, Tel.: +43/1/53120-9006

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