- 19.06.2008, 13:26:21
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Frauenberger präsentiert "KarenzKarriereKompetenzZentrum" (K3)
abz*austria unterstützt Unternehmen und MitarbeiterInnen bei der Planung von Auszeiten wie Bildungs- oder Elternkarenz
Wien (OTS) - Im Rahmen eines Pressefrühstücks präsentierte Wiens
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger gemeinsam mit
abz*austria-Geschäftsführerin Maga Manuela Vollmann das innovative
Projekt "KarenzKarriereKompetenzZentrum". Dazu Frauenberger: "Der
Wiedereinstieg beginnt beim Ausstieg. Daher ist es notwendig, dass
Unternehmen und ihre MitarbeiterInnen zeitgerecht die Rückkehr in den
Betrieb planen".
Stadträtin Frauenberger: Auszeiten sind nicht nur Frauensache
Da die Vereinbarkeit immer noch den Frauen zugeschrieben wird,
entstehen für Frauen am Arbeitsmarkt große Benachteiligungen,
erklärte die zuständige Stadträtin. ArbeitgeberInnen betrachten
Frauen oftmals als unsichere Arbeitskraft in der Annahme, sie steigen
während ihrer Erwerbsbiographie ohnedies aus dem Job aus. Doch
Auszeiten, also der Ausstieg aus dem Erwerbsleben ist für Frauen von
zahlreichen Nachteilen geprägt; finanziell, beim Aufstieg, bei Aus-
und Weiterbildungsmöglichkeiten, bei der Pension oder bereits beim
Einstieg.
"Genau hier setzt das Projekt 'KarenzKarriereKompetenzZentrum'
an; nämlich, dass Frauen nicht nur aufgrund von Elternkarenz, sondern
etwa durch Bildungs-, Pflegekarenz oder Modelle für ältere
Arbeitnehmerinnen Auszeiten beanspruchen. Dazu erfordert es ein
Umdenken in den Betrieben; zudem muss man sich der Tatsache bewusst
werden, dass es durch die Veränderungen am Arbeitsmarkt in Zukunft
vermehrt zu neuen Formen von Auszeiten für Männer wie Frauen kommen
wird, so Frauenberger.
Teilzeit darf keine Dauerlösung sein, sondern nur eine
Übergangslösung
Auch wenn Teilzeit in einer bestimmten Lebensphase eine
gewünschte und willkommene Arbeitsform sein kann, so stellt sie
Frauen auch vor viele Probleme. "Teilzeit darf keine Dauerlösung
sein, sondern nur eine Übergangslösung hin zu einer
Vollzeitbeschäftigung", erklärte Wiens Frauenstadträtin. "Hier
braucht es flankierende Begleitmaßnahmen um Frauen dabei zu
unterstützen wieder Vollzeit beschäftigt zu sein".
"Immer noch wird Teilzeitarbeit zum überwiegenden Teil von
Frauen ausgeübt; demnach kann man sagen: Teilzeitarbeit ist
weiblich", erklärte die Frauenberger. Auch wenn Wien im Vergleich zu
Gesamtösterreich bei den Zahlen von Frauen in Teilzeit etwas besser
dasteht gilt generell: Teilzeit nicht zu einer Dauerlösung werden zu
lassen.
"KarenzKarriereKompetenzZentrum" als Schnittstelle zwischen
Unternehmen und ArbeitnehmerInnen
Eine besonders schwierige Phase für Unternehmen sowie
karenzierte ArbeitnehmerInnen stellt die Rückkehr in den Beruf dar.
Arbeitskräfte verlieren häufig ihren ursprünglichen Arbeitsplatz und
werden oftmals nicht mehr ihren Qualifikationen entsprechend
eingesetzt.
Frauenberger: "Es braucht daher eine zeitgerechte Planung für
einen raschen Wiedereinstieg. Hier setzt das innovative Projekt
'KarenzKarriereKompetenzZentrum' eine wichtige Schnittstelle zwischen
den Unternehmen und ArbeitnehmerInnen an. Im Sinne einer
win-win-Situation werden Hilfestellungen und individuelle Lösungen
geboten. Wichtig ist, den Betrieben Informationen darüber zu geben,
welche Chancen und Vorteile sich durch ein AuszeitenManagement für
ihr Unternehmen erzielen lassen."
K3 trägt dazu bei, die Lücke zwischen ArbeitnehmerInnen und
Unternehmen zu schließen. Grundlegendes Ziel ist es, langfristige
strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt zu erzielen, die vor allem
der Frauenbenachteiligung entgegenwirken. Durch gezielte Planung von
Auszeiten für die Pflege von Kindern und Angehörigen aber auch für
persönlich-berufliche Weiterbildung können Bedingungen geschaffen
werden, die an den Bedürfnissen von MitarbeiterInnen und Unternehmen
orientiert sind.
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) ef
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Elvira Franta, Bakka phil. Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger Tel.: 4000/81853 Mobil: 0676/8118 81853 E-Mail: [email protected]
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