- 16.06.2008, 12:40:39
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9 1/2 Monate - EM Babyboom?
Wien (OTS) - Nach der WM in Deutschland kam es neun Monate später
zu 10-15% mehr Geburten. Als Grund dafür wird die Euphorie gesehen,
die während der WM aufgekommen ist. Diese Euphorie kurbelt unsere
Sexualhormone an und was liegt näher, als die überschäumende Freude
durch Sex auszuleben? Und wer denkt in dieser Stimmung schon an so
etwas wie Verhütung?
Menschen, die unter Stress stehen, haben bekanntlich keine Lust
auf Sex. Stress schaltet unseren Körper ja auf Notbetrieb.
Genau das Gegenteil passiert, wenn wir uns freuen. Zum Beispiel
darüber, dass unsere Lieblingsmannschaft gewinnt: Botenstoffe wie
Serotonin und die Endorphine bringen die Botschaft ans Gehirn, dass
Euphorie, Glücksgefühl Freude ausgebrochen sind. Die Nachricht
"Hurra! Wir haben gewonnen!" lässt uns aufspringen, jubeln, einander
in die Arme fallen - und: fördert die Durchblutung aller Organe, die
Bildung verschiedener Hormone wie auch der Geschlechtshormone wird
angekurbelt, unsere Lebensenergie fließt schneller und reichlicher
durch den ganzen Körper, alle Funktionen sind in Hochform. "Besonders
die Sexualenergie erhält einen zusätzlichen Schub und Auftrieb durch
das Glücksgefühl", erklärt Diplomenergetikerin Annette Zischka. Wir
wachsen über uns hinaus. Schließlich werden bei der Freude über ein
Tor oder den Sieg dieselben Stoffe ausgeschüttet, die auch die
treibenden Kräfte hinter der sexuellen Erregung und dem Verliebt sein
stehen. Was liegt näher, als die überschäumende Freude durch Sex
auszuleben?
"Gut gelebte Sexualität ist auch immer ein Zeichen von Vitalität
so wie ein tolles Fußballspiel auch Ausdruck von Vitalität ist",
erklärt Mag. Barbara Laschalt Klinische Gesundheitspsychologin. Wobei
Ausnahmesituationen wie eine emotionale Hochstimmung vom Partner
gerne (be)nutzt um mehr daraus zu machen und verloren gegangene
Aktivitäten beim Sex neu zu beleben. Die Spontaneität der Reaktion
reduziert die Denkleistung und an Verhütung wird dann in einer
derartigen Situation nicht gedacht.
"Es gibt noch immer viele, vor allem junge Frauen, die nicht
ausreichend über Verhütung informiert sind," weis Dr. Claudia
Linemayr-Wagner Gynäkologin und Präsidentin der Österreichischen
Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF). "Obwohl seltener Pannen mit
dem Kondom als mit der Pille passieren, ist das Vertrauen in das
Kondom als Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft nicht sehr
hoch" zitier Dr. Claudia Linemayer-Wagner ein Teilergebnis der im
Herbst erscheinenden Studie der ÖGF über das Verhütungsbewusstsein
von Klientinnen der First Love Beratungsstelle. Obwohl Kondom und die
Pille, die gängigsten Verhütungsmittel sind, wissen viele Frauen
nicht was nach einer Verhütungspanne (bei der Pille z.B. durch
Erbrechen, Durchfall oder die Einnahme von Antibiotika hervorgerufen)
zu tun ist. Derartige Pannen könnten durch moderne Verhütungsmethoden
wie etwa der Verhütungsring oder das Pflaster verhindert werden. Die
ÖGF hat deshalb auch für Schulen ihren Verhütungskoffer neu
aufgelegt, um den Jugendlichen eine zeitgemäße Form der Vermittlung
von Verhütung anzubieten.
"Eine verstärkte Aufklärung über die vielfältigen individuellen
Methoden der Verhütung reduziert die ungünstigste Methode, den
Schwangerschaftsabbruch", so Univ. Prof. Dr. Christian Egarter,
Leiter der Abteilung für Forschung und Ausbildung der
Universitätsfrauenklinik Wien.
Die Bewusstseinsoffensive für individuelle Verhütung ist eine
Plattform unterschiedlicher Organisationen die sich mit dem Thema
Frauengesundheit befassen. Ihr gehören an: die Österreichische
Ärztekammer, die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
(ÖGF), die Österreichische Gesellschaft für Sexualmedizin, der
Berufsverband der Gynäkologen und die Medizinische Universität Wien.
Rückfragehinweis:
Bewusstseinsoffensive für individuelle Verhütung Ingolf Sonnleitner Tel.: 0664-73878610 ÖGF (Urheber) vns-network Neutorgasse 7, 1010 Wien mailto:sonnleitner@vns-network.com Prof. Dr. Christian Egarter Gynäkologe Tel.: 0664-3027185 Mag. Barbara Laschalt Klinische Gesundheitspsychologin Tel.: 0699-15772518 (nur mehr bis Mittwochmittag erreichbar) Dr. Claudia Linemayr-Wagner Gynäkologin, Präsidentin ÖGF Tel.: 0664-1249326 Annette Zischka Diplomenergetikerin Tel.: 0676-6416730
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