- 15.06.2008, 10:26:04
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Ikrath: Darabos muss Interessensvertretung für Milizsoldaten sicherstellen – mehr Transparenz wäre erstrebenswert
Anfrage zu einer Reihe von Milizthemen
Wien, 15. Juni 2008 (ÖVP-PK) Verärgert zeigte sich heute ÖVP-
Abgeordneter Mag. Michael Ikrath über Verteidigungsminister Norbert
Darabos und dessen mangelnde Unterstützung für die Milizsoldaten.
„Bereits in der vorletzten Sitzung des
Landesverteidigungsausschusses am 1. April habe ich die Bestellung
eines neuen Milizbeauftragten eingefordert – geschehen ist bis
heute nichts“, so Ikrath. „Die betreffenden Soldaten fühlen sich zu
Recht im Stich gelassen, eine aktive Interessensvertretung steht
ihnen nach Wehrgesetz ausdrücklich zu.“ Derzeit ist die Position
vakant, weil General Entacher mit seiner Bestellung zum
Generalstabschef diese Funktion zurücklegen musste. ****
Anfrage zu einer Reihe von Miliz-Themen
In einer gemeinsam mit ÖVP-Wehrsprecher Walter Murauer an
Minister Darabos gerichteten Anfrage verlangt Ikrath außerdem
umfassende Informationsoffenlegung im Zusammenhang mit der Miliz.
So geht es etwa um die Frage des derzeitigen Auffüllungsgrades der
Milizbataillone und ob für die Milizkomponente ausreichend
Nachwuchskräfte vorhanden sind bzw. welche Maßnahmen dazu getroffen
werden. Darüber hinaus interessiert sich Ikrath für den aktuellen
Umfang der angeordneten bzw. freiwilligen Waffenübungen sowie für
die im Besonderen für die Milizsoldaten geleisteten Beschaffungen.
„Bei all diesen Fragestellungen würde ich mir vom
Verteidigungsminister wünschen, von sich aus für mehr Transparenz
zu sorgen.“
Know-How der Miliz international hoch geschätzt
Ikrath, selbst engagierter Milizoffizier, verweist in diesem
Zusammenhang auf den hohen Stellenwert der Miliz in den Reihen des
Bundesheers. „Ohne Milizkomponente wären Auslandseinsätze
schlichtweg undenkbar.“ Der Anteil im Kosovo liegt bei 50 Prozent,
auf dem Golan gehören sogar 70 Prozent der österreichischen
Soldaten der Miliz an. „Das umfassende und vielseitige Know-How,
das diese Leute bei ihren Einsätzen in den Krisenregionen
mitbringen, hat sich vielfach bewährt und bringt Österreich hohe
Anerkennung und Reputation auf der ganzen Welt“, erklärte Ikrath
abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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