- 11.06.2008, 12:50:11
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Forum Mozartplatz: "Kreativwirtschaft braucht starke Partner."
Netzwerkstrukturen und Diskussionsplattformen schaffen Awareness
Wien (OTS) - Bei einer weiteren Diskussion zum Standort Österreich
traf im forum mozartplatz eine hochkompetente Runde zusammen, um
sich über entscheidende Fragen in Bezug auf die heimische
Kreativwirtschaft auszutauschen. Unter dem Titel "More Awareness!"
ging es diesmal um die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung der
Branche.
Als ersten Input konnte die Obfrau des forum mozartplatz, Anja
Hasenlechner, vermelden, dass es auf Betreiben des forum mozartplatz
gelungen ist über den Österreichischen Wirtschaftbund einen Antrag
zur Kreativwirtschaft im Wirtschaftsparlament einzubringen. "Gerade
für die Kreativwirtschaft ist es wichtig, endlich auch in den
offiziellen Standesvertretungen wahrgenommen und ernst genommen zu
werden. Mit unserem Antrag, der Erleichterungen für die
Kreativwirtschaft anlässlich der Steuerreform 2010 einfordert,
können wir dafür einen wirklichen Beitrag leisten", schloss
Hasenlechner ihr einleitendes Statement.
Ein best-practise-Beispiel für die nachhaltige Förderung und
Darstellung der Kreativwirtschaft ist Nordrhein-Westfalen, das als
eines der ersten deutschen Bundesländer das große Potential dieser
Branche erkannt hatte. Katharina Schwalm-Schäfer vom dortigen
Wirtschaftsministerium blickt auf 15 Jahre Erfahrung mit dem Thema
zurück: Kreative brauchen Netzwerkstrukturen und
Diskussionsplattformen, wo sie mit Vertretern anderer
Wirtschaftszweige in Kontakt treten können. "Bringt man Vertreter der
Creativ Industries mit starken Partnern zusammen, können sich ihre
Stärken voll entfalten, da ihre Schwächen von den Partnern
aufgefangen werden", so Schwalm. So würden erfolgreiche Projekte
entstehen, die man gut öffentlich darstellen kann. Das sei besonders
wichtig, da nichts so erfolgreich sei, wie der Erfolg. "Talk about
success", lautete der Apell von Schwalm.
Elisabeth Noever-Ginthör von der Kreativförder-Institution der
Stadt Wien "Departure" pflichtete Schwalm bei, dass in der Vernetzung
mit KMU´s ein großes Potential liege. Noever betonte die großartige
Entwicklung der letzten Jahre: "Es ist gelungen, dass die
Kreativwirtschaft als ernsthafter Wirtschaftszweig wahrgenommen wird,
auch wenn es in manchen Medien nach wie vor das Problem der
Ressortzuständigkeit gibt." Besonders im Überschreiten von Grenzen
liege eine große Stärke der Kreativen. "Es ist jedoch ein schmaler
Grat, Interdisziplinarität zu fördern, ohne sie aufzuoktroyieren", so
Noever.
Die Architektin Bettina Götz verwies auf die Schwierigkeit der
großen Heterogenität der Kreativwirtschaft und damit einhergehend die
verschiedenen Bedürfnisse in Bezug auf öffentliche Darstellung und
Wahrnehmung. "Letztlich braucht jeder seine eigene Ebene zu
kommunizieren", so Götz.
Für den Designer Christoph Katzler liegt das Problem oftmals bei
den Unternehmen selber. Zu oft würde die mediale Präsenz
vernachlässigt werden. Das sei schade, denn "es braucht eine bewusste
PR-Offensive, um in die nächste Liga zu kommen. Dazu ist es notwendig
sowohl marktkonforme, als auch prestigeträchtige Projekte
umzusetzen", appellierte Katzler an seine Kollegen.
Die Podiumsrunde fand vor rund 120 Gästen statt und wurde mit
einer angeregten Publikumsdiskussion abgeschlossen.
Über das forum mozartplatz:
Das forum mozartplatz ist ein 2001 auf Initiative des
Österreichischen Wirtschaftsbundes gegründeter Verein, der sich als
Plattform und Sprachrohr für alle die Kreativwirtschaft betreffenden
Themen versteht. Neben regelmäßigen Publikationen thematisiert das
forum vor allem über regelmäßige Veranstaltungen aktuelle Fragen der
Creativ Industries. Weitere Informationen finden sie unter
www.forum-mozartplatz.at
Rückfragehinweis:
forum mozartplatz Mag. Birgit Scheidle Geschäftsführerin Tel: 01 505 58 11 Mobil: 0664 255 42 82 mailto:b.scheidle@forum-mozartplatz.at www.forum-mozartplatz.at
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