• 11.06.2008, 11:00:16
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Berufskraftfahrer: Bessere Ausbildung, mehr Anerkennung

AK: Neue Aus- und Weiterbildung bringt mehr soziale Sicherheit für über 100.000 Lkw- und Buslenker und mehr Verkehrssicherheit auf den Straßen

Wien (OTS) - Nur der Führerschein allein reicht ab Herbst
2008/2009 nicht mehr. Künftig müssen alle Lkw- und Buslenker in
Österreich fachliche Weiterbildungen absolvieren und neue Lenker eine
EU-weit verbindliche Grundqualifikation nachweisen, wenn sie auf
unseren Straßen Personen oder Lasten befördern. "Eine doppelte
Verbesserung", sagte AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich einer AK
Tagung zum Thema. "Denn von der neuen Aus- und Weiterbildung
profitieren sowohl die Berufskraft-fahrerInnen als auch die anderen
VerkehrsteilnehmerInnen. Mehr Ausbildung der Berufskraftfahrer
bedeutet auch mehr Sicherheit für alle auf den Straßen. Und mit der
vollen Anerkennung des Lehrberufs Berufskraftfahrer ist es gelungen,
die Lehre aufzuwerten und die soziale Absicherung der LenkerInnen zu
verbessern."

Ab 10. September 2008 müssen alle neuen Bus-Lenker eine
zusätzliche Ausbildung neben dem Führerschein erwerben. Ein Jahr
später reicht auch für Lkw-Fahrer der Führerschein allein nicht mehr
aus. Diese verflichtende Grundausbildung war eine langjährige
Forderung der AK. Obwohl das entsprechende Gesetz dies ursprünglich
nicht vorsah, hat die AK nun doch erreicht, dass die Ausbildung auch
in Form des Lehrberufs Berufskraftfahrer erfolgen kann. Neben dem
bereits seit Jahren anerkannten Lehrberuf für die Lkw-Lenker hat die
AK auch einen neuen Lehrberuf für Bus-Lenker durchgesetzt. Die
Lehrabschlussprüfung wird den Lenkern dadurch in Zukunft nicht nur
mehr soziale Sicherheit durch den Berufsschutz bringen, sondern auch
die erforderliche Prüfung über die Grundqualifikation ersparen.

Auch die verpflichtende Weiterbildung ist nun in Österreich klar
geregelt. Für alle Berufskraftfahrer, die in Zukunft innerhalb von 5
Jahren 35 Stunden Weiterbildung nachweisen müssen, hat sich die AK
für verpflichtende Qualitätsstandards bei der Weiterbildung und gegen
überzogene Kosten eingesetzt.

In einigen Punkten allerdings ist noch Nachbesserungsbedarf.
Deshalb fordert die AK:

+ Damit in ganz Österreich gleiche Bedingungen für die
Berufskraftfahrer gelten, müssen einheitliche Prüfungsregelungen in
allen Bundesländern gelten.

+ Die Kosten der Aus- und Weiterbildung sowie für die Prüfungen
müssen klar geregelt und beschränkt werden.

Rückfragehinweis:
Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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