Berufskraftfahrer: Bessere Ausbildung, mehr Anerkennung

AK: Neue Aus- und Weiterbildung bringt mehr soziale Sicherheit für über 100.000 Lkw- und Buslenker und mehr Verkehrssicherheit auf den Straßen

Wien (OTS) - Nur der Führerschein allein reicht ab Herbst
2008/2009 nicht mehr. Künftig müssen alle Lkw- und Buslenker in Österreich fachliche Weiterbildungen absolvieren und neue Lenker eine EU-weit verbindliche Grundqualifikation nachweisen, wenn sie auf unseren Straßen Personen oder Lasten befördern. "Eine doppelte Verbesserung", sagte AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich einer AK Tagung zum Thema. "Denn von der neuen Aus- und Weiterbildung profitieren sowohl die Berufskraft-fahrerInnen als auch die anderen VerkehrsteilnehmerInnen. Mehr Ausbildung der Berufskraftfahrer bedeutet auch mehr Sicherheit für alle auf den Straßen. Und mit der vollen Anerkennung des Lehrberufs Berufskraftfahrer ist es gelungen, die Lehre aufzuwerten und die soziale Absicherung der LenkerInnen zu verbessern."

Ab 10. September 2008 müssen alle neuen Bus-Lenker eine zusätzliche Ausbildung neben dem Führerschein erwerben. Ein Jahr später reicht auch für Lkw-Fahrer der Führerschein allein nicht mehr aus. Diese verflichtende Grundausbildung war eine langjährige Forderung der AK. Obwohl das entsprechende Gesetz dies ursprünglich nicht vorsah, hat die AK nun doch erreicht, dass die Ausbildung auch in Form des Lehrberufs Berufskraftfahrer erfolgen kann. Neben dem bereits seit Jahren anerkannten Lehrberuf für die Lkw-Lenker hat die AK auch einen neuen Lehrberuf für Bus-Lenker durchgesetzt. Die Lehrabschlussprüfung wird den Lenkern dadurch in Zukunft nicht nur mehr soziale Sicherheit durch den Berufsschutz bringen, sondern auch die erforderliche Prüfung über die Grundqualifikation ersparen.

Auch die verpflichtende Weiterbildung ist nun in Österreich klar geregelt. Für alle Berufskraftfahrer, die in Zukunft innerhalb von 5 Jahren 35 Stunden Weiterbildung nachweisen müssen, hat sich die AK für verpflichtende Qualitätsstandards bei der Weiterbildung und gegen überzogene Kosten eingesetzt.

In einigen Punkten allerdings ist noch Nachbesserungsbedarf. Deshalb fordert die AK:

+ Damit in ganz Österreich gleiche Bedingungen für die Berufskraftfahrer gelten, müssen einheitliche Prüfungsregelungen in allen Bundesländern gelten.

+ Die Kosten der Aus- und Weiterbildung sowie für die Prüfungen müssen klar geregelt und beschränkt werden.

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