Schonende Wirbelsäulen-OP in Speising im Einsatz

Neue Wirbelsäulen-Implantate durch die Hautoberfläche leicht einsetzbar.

Wien (OTS) - Die Wirbelkanal-Verengung (Spinale Stenose) ist eine sehr schmerzhafte Wirbelsäulen-erkrankung, unter der vor allem ältere Menschen leiden: Bei längerem Gehen treten Schmerzen, Taubheitsgefühl und Schwäche in den Beinen auf.
Am Orthopädischen Spital Speising in Wien, dem größten Kompetenzzentrum für Orthopädie in Österreich, kommen nun seit einigen Wochen neue Implantate zur Behandlung der Spinalen Stenose erfolgreich zum Einsatz:

Tageschirurgischer Eingriff

Die beiden Produkte namens "In-Space" und "Aperius" werden in einer nur 10-minütigen Operation durch die Haut hindurch, nur über einen kleinen Hautschnitt eingesetzt. Der Patient kann bereits nach 2 Tagen das Krankenhaus gesund wieder verlassen. Im Idealfall soll der Patient sogar am gleichen Tag wieder entlassen werden können. Das wird ab Herbst möglich, wenn im Orthopädischen Spital Speising eine tageschirurgische Station eröffnet.

Bereits 2004 hat das Spital, das zur konfessionellen Spitalsholding "Vinzenz Gruppe" gehört, mit dem "X-Stop" ein ähnliches Implantat bei Wirbelkanal-Verengung verwendet. Hier war allerdings noch eine offene, kompliziertere Operation notwendig. Die nun neu eingeführten Materialien sind Weiterentwicklungen des Prinzips des X-Stops.

Europaweite Studie / Studienleitung in Speising.

Eine europaweite Studie, bei der das Speisinger Spital die Studienleitung übernommen hat, soll nun klären, ob In-Space und Aperius eventuell auch bei gewöhnlichen Kreuzschmerzen aufgrund von Bandscheibendegeneration einsetzbar wären. Univ-Doz. Dr. Michael Ogon, Leiter der Studie: "Mit ersten Resultaten diesbezüglich rechnen wir in zwei Jahren".

Neu: "Soft-Fusionen"

Neue Trends gibt es indes auch in Bezug auf die so genannten "Fusionsoperationen" zu berichten. Das sind Operationen, bei denen Wirbelsäulenabschnitte versteift werden, um Schmerzen bei Abnützung zu verringen. Nachteil: die Beweglichkeit des Patienten ist stark eingeschränkt. Neuere Implantate erzielen nun eine "Soft-Fusion", bei der die Beweglichkeit zum Teil erhalten bleibt.

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