Kukacka: AUA stark genug um jedem möglichen Partner auf Augenhöhe zu begegnen

Politische Mandatare mit Ratschlägen zurückhalten, stattdessen AUA-Organen den Rücken stärken

Wien, 07. Juni 2008 (ÖVP-PK) „Die neuen Rahmenbedingungen für den Luftverkehr, die gestern im Nationalrat beschlossen wurden und mit denen EU-Regelungen über bilaterale Luftverkehrsabkommen, sowie eine europaweit einheitliche Luftsicherung in die österreichische Gesetzgebung übergeführt wurde, sind sinnvoll und notwendig, um die europäischen Fluglinien im allgemeinen und die AUA im besonderen im internationalen Wettbewerb zu unterstützen“, erklärte heute ÖVP-Verkehrs- und Infrastruktursprecher Abg. z. NR Mag. Helmut Kukacka. ****

Die wirtschaftliche Situation der Fluglinien habe sich durch
den hohen Ölpreis drastisch verschärft. Mit rund 1.400 Dollar pro Tonne koste Kerosin jetzt doppelt so viel wie im Durchschnitt des Jahres 2007, stellte Kukacka fest. In den letzten sechs Monaten
sind 24 Fluglinien weltweit in den Konkurs geflogen. Die österreichische Luftverkehrswirtschaft und besonders die AUA müssen deshalb europaweite Synergien bestmöglich nutzen und durch markt-und wettbewerbsfähige Konzepte ihre wirtschaftliche Zukunft sichern, so der VP-Verkehrssprecher. Er sei überzeugt, dass dies der AUA zweifelsohne gelingen werde - auch ohne die überflüssigen Rücktrittsaufforderungen gegenüber Vorstand und Aufsichtsrat, wie sie SPÖ-Rechnungshofsprecher Kräutner jüngst geäußert hat.

„Politische Mandatare sollten sich mit öffentlichen Ratschlägen an börsennotierte Unternehmen zurückhalten. Aktienrecht und Organverantwortung reichen hier völlig aus. Das gelte für die ÖBB und erst recht für die börsennotierte AUA“, so der VP-Verkehrssprecher.

Kukacka zeigte sich auch darüber verwundert, dass Abg. Kräutner in einer Anfrage die Rolle von Vizekanzler Molterer im Al-Jaber-Deal geklärt wissen wolle, da dieser dabei eine Vermittler-Rolle gespielt haben soll. „Ich rate ihm, diesbezüglich zuerst die Verkehrsstaatssekretärin seiner eigenen Partei zu fragen“, so Kukacka. Frau STS Kranzl hat Vizekanzler Molterer selbst in der APA am 20. Mai 2008 aufgefordert: „… alles zu unternehmen, damit die Gespräche zwischen ÖIAG und Al Jaber in einer konstruktiven Ebene fortgeführt und zu einem positiven Abschluss gebracht werden können.“ Sie stehe auf jeden Fall zur Verfügung, um ihren Beitrag für eine Lösung zu leisten, habe sich Kranzl selbst angetragen. Was soll also die Kritik an Vizekanzler Molterer, der immerhin der Eigentümervertreter der Republik in der ÖIAG sei?

„Das sind jedenfalls nicht jene Beiträge, die die AUA wieder auf den richtigen Kurs bringen“, stellte Kukacka fest. Dies werde wohl eher durch einen weiteren Ausbau der Ost-Strategie der AUA geschehen müssen. Aber auch ein möglicher strategischer Partner sei eine Option, vor der man keine Angst haben sollte. Daher müsste der AUA, ihrem Management und ihren Organen jetzt der Rücken gestärkt werden. „Alles andere wäre jetzt politischer und wirtschaftlicher Unfug“, schloss Kukacka.

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