Bures für eine gewaltfreie Fußball-EM

Hilfe bei Gewalt in der Familie: 0800-222 555

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures will rund um die EURO
die Öffentlichkeit verstärkt für das Thema Gewalt in der Familie sensibilisieren: "Es gilt, hinzuschauen statt wegzuschauen und Hilfe zu holen, wenn Hilfe notwendig ist." Alle von Gewalt betroffene Frauen, Angehörige, Bekannte und Nachbarn sollen wissen, wo Hilfe angeboten wird. Deshalb wird derzeit die Frauenhelpline verstärkt beworben: Unter 0800-222 555 gibt es rund um die Uhr kostenlose Hilfe, anonym und österreichweit.

Eine Studie des britischen Innenministeriums zeigt einen Zusammenhang zwischen Sportgroßereignissen, Alkoholkonsum und häuslicher Gewalt auf. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass

O an Tagen, an denen ein Fußballspiel (beispielsweise bei der WM oder in der Championsleague) stattfindet, die Vorfälle von häuslicher Gewalt um fast 30 Prozent ansteigen und

O nahezu bei 40 Prozent der Verdachtsfälle von häuslicher Gewalt Alkoholeinfluss festzustellen war.

Die Frauenministerin ist froh, dass es gelungen ist, das Budget für die Gewaltschutzzentren um 60 Prozent zu erhöhen: von 3,368 Mio. Euro im Jahr 2006 auf 5,459 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 5,631 Mio. Euro im Jahr 2008. Damit konnten die neun österreichischen Gewaltschutzzentren im Laufe des Jahres 2007 zusätzliches Personal aufnehmen, ihre Beratungstätigkeit ausweiten und Außenstellen einrichten. Bures: "Damit ist sichergestellt, dass alle Frauen, die Hilfe suchen, diese auch erhalten. Die oft schwer traumatisierten Frauen werden von den Gewaltschutzzentren psychologisch betreut, rechtlich beraten und bei praktischen Dingen wie der Wohnungs- und Arbeitssuche begleitet."

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Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien
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Tel.: (+43 1) 53115/2132
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