• 06.06.2008, 15:12:06
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Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) boomt auch 2007

Aktuelle Studienergebnisse bestätigen: Internationale Produktionsverflechtungen fördern das Wachstum im Inland

Wien (OTS) - Produktionswert und Exporte der MMI verzeichneten
zweistelligen Anstieg / Jeder fünfte Euro wird bereits in Osteuropa
umgesetzt / Qualifizierte Mitarbeiter sind wichtigstes Kriterium für
erfolgreiches Auslandsengagement:

Trotz einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur gegen Ende
2007, verlief das vergangene Geschäftsjahr für die 1.600 Unternehmen
der österreichischen Maschinen- und Metallwarenindustrie sehr
erfolgreich. Sowohl bei der abgesetzten Produktion (+ 11,2%) als auch
bei den Exporten (+ 15%) konnten gegenüber 2006 deutliche Zuwächse
verzeichnet werden. Wichtigster Auslandsmarkt blieb mit 75% Anteil
die EU, wobei der Außenhandel vor allem mit den östlichen EU-Ländern
einen immer bedeutenderen Stellenwert einnimmt. "Die Maschinen- und
Metallwarenindustrie konnte vor allem im ersten Halbjahr 2007 von der
guten Konjunktur profitieren und ihre Kapazitäten deutlich ausweiten.
Mit einem Anteil von 5,9% am BIP ist die MMI ein wichtiger
Wertschöpfungsträger für Österreich. Besonders stabil zeigte sich
2007 die Performance des Maschinenbaus (+13,4%), die Metallware blieb
mit +7,2% hingegen etwas hinter den Erwartungen zurück. Ein
entscheidender Schrittmacher für die erfolgreiche Entwicklung waren
einmal mehr die Exporte. Eine kürzlich für den FMMI abgeschlossene
Studie bestätigt, dass sich internationale Produktionsverflechtungen
nicht nur auf die Branchenperformance insgesamt, sondern auch auf die
Inlandsstandorte positiv auswirken und hierzulande Wachstum bzw.
Arbeitsplätze schaffen. Dementsprechend konnten wir 2007 auch bei den
Beschäftigten ein Plus von 3,4% auf 175.000 Mitarbeiter verzeichnen",
kommentiert Clemens Malina-Altzinger, Obmann des Fachverbandes der
Maschinen & Metallwaren Industrie (FMMI) das erfreuliche
Jahresergebnis.

Osteuropafokus bringt der Branche hohes Wertschöpfungspotential

"Die MMI-Unternehmen haben diesen wichtigen Markt ausgezeichnet
für sich erschlossen. Das gute Standing in dieser Region eröffnet der
Branche ein hohes Entwicklungspotential, da diese Märkte in den
nächsten Jahren ihre erhöhte Nachfrage nicht selbst decken können",
erklärt Malina-Altzinger. Aber auch andere neue Absatzmärkte wie
Russland (+21%), Indien (+44%), Japan (+21) oder China (+18%) wiesen
2007 eine hohe Dynamik auf. Aufgrund der guten Exportperfomance
verzeichnete die Maschinen- und Metallwarenindustrie insgesamt einen
Handelsüberschuss von 7,8 Mrd. (7,2 Mrd. 2006).

Neue Absatzmärkte und Kundennähe sind Hauptmotive für
Auslandsaktivitäten

Die positiven Effekte der Internationalisierung für die Branche
bestätigt auch eine aktuelle Studie zum Thema "Das Engagement der
Maschinen- und Metallwarenindustrie im Ausland". Laut dieser sind 65%
der befragten Unternehmen bereits seit über 15 Jahren aktiv
grenzüberschreitend tätig. Mehr als 40% geben an, dass über 50% des
Umsatzes auf die internationalen Produktionsverflechtungen
zurückzuführen sind. Immerhin 24% der Betriebe rechnen 50% des
Personalstandes ihrer Auslandsaktivität zu. Als Hauptmotive wurden
die Erschließung neuer Absatzmärkte (für 90% der Befragten
zutreffend) bzw. die Nähe zu Kunden (59%) genannt. Interessanterweise
rangiert das Motiv niedrige Personalkosten erst an 4. Stelle. Diese
sind für 43% der Unternehmen ein Beweggrund auch außerhalb
Österreichs tätig zu sein. Nach Meinung von 95% der Unternehmen sind
dabei qualifizierte Mitarbeiter, gefolgt von Marktkenntnissen (94%)
und der richtige Geschäftspartner im Zielmarkt (90%) die wichtigsten
Voraussetzung für eine erfolgreiches Engagement. "Die Ergebnisse
zeigen deutlich, dass eine Expansion der Unternehmenstätigkeit und
die internationalen Produktionsverflechtungen auch die
Inlandsstandorte der MMI und ihre Wettbewerbssituation verbessern.
Durch die Internationalisierung der Arbeitsschritte entlang der
Wertschöpfungskette kann jedes Unternehmen für sich entsprechende
komparative Vorteile generieren", schließt der FMMI-Obmann seine
Ausführungen ab.

Aussichten 2008

Für das laufende Jahr zeigt sich die Branche trotz der Ende 2007
deutlich nachlassenden Konjunktur derzeit zuversichtlich. Die
österreichische Maschinen- und Metallwarenindustrie profitiert noch
von den Auftragseingängen des Vorjahres. Grund dafür ist unter
anderem der hohe Bedarf an Kapazitätserweiterungen, der vor allem dem
Maschinenbau stabiles Wachstum auf hohem Niveau beschert. Wesentlich
sensibler reagiert die Metallwarenindustrie: Nach einem Einbruch der
Stimmungslage Ende 2007, sind die Aussichten laut aktueller
Konjunkturprognose wieder optimistisch.

Über den FMMI

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die
gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den
Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren,
die im Jahr 2007 gemeinsam einen Produktionswert von über 43
Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte
Branche stellt mit über 1.600 Unternehmen und mehr als 175.000
Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in
Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an
der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen
der Maschinen- und Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb
zu sichern.

Link zur Statistik und die Langversion der Studie :

FMMI (Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie):
www.fmmi.at -> Zahlen&Daten

Rückfragehinweis:
Kathrin Mück-Puelacher
FEEI Kommunikation
Mobil: +43 664 619 25 08, mailto:[email protected]

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