Maschinen- und Metallwarenindustrie (MMI) boomt auch 2007

Aktuelle Studienergebnisse bestätigen: Internationale Produktionsverflechtungen fördern das Wachstum im Inland

Wien (OTS) - Produktionswert und Exporte der MMI verzeichneten zweistelligen Anstieg / Jeder fünfte Euro wird bereits in Osteuropa umgesetzt / Qualifizierte Mitarbeiter sind wichtigstes Kriterium für erfolgreiches Auslandsengagement:

Trotz einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur gegen Ende 2007, verlief das vergangene Geschäftsjahr für die 1.600 Unternehmen der österreichischen Maschinen- und Metallwarenindustrie sehr erfolgreich. Sowohl bei der abgesetzten Produktion (+ 11,2%) als auch bei den Exporten (+ 15%) konnten gegenüber 2006 deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Wichtigster Auslandsmarkt blieb mit 75% Anteil die EU, wobei der Außenhandel vor allem mit den östlichen EU-Ländern einen immer bedeutenderen Stellenwert einnimmt. "Die Maschinen- und Metallwarenindustrie konnte vor allem im ersten Halbjahr 2007 von der guten Konjunktur profitieren und ihre Kapazitäten deutlich ausweiten. Mit einem Anteil von 5,9% am BIP ist die MMI ein wichtiger Wertschöpfungsträger für Österreich. Besonders stabil zeigte sich 2007 die Performance des Maschinenbaus (+13,4%), die Metallware blieb mit +7,2% hingegen etwas hinter den Erwartungen zurück. Ein entscheidender Schrittmacher für die erfolgreiche Entwicklung waren einmal mehr die Exporte. Eine kürzlich für den FMMI abgeschlossene Studie bestätigt, dass sich internationale Produktionsverflechtungen nicht nur auf die Branchenperformance insgesamt, sondern auch auf die Inlandsstandorte positiv auswirken und hierzulande Wachstum bzw. Arbeitsplätze schaffen. Dementsprechend konnten wir 2007 auch bei den Beschäftigten ein Plus von 3,4% auf 175.000 Mitarbeiter verzeichnen", kommentiert Clemens Malina-Altzinger, Obmann des Fachverbandes der Maschinen & Metallwaren Industrie (FMMI) das erfreuliche Jahresergebnis.

Osteuropafokus bringt der Branche hohes Wertschöpfungspotential

"Die MMI-Unternehmen haben diesen wichtigen Markt ausgezeichnet für sich erschlossen. Das gute Standing in dieser Region eröffnet der Branche ein hohes Entwicklungspotential, da diese Märkte in den nächsten Jahren ihre erhöhte Nachfrage nicht selbst decken können", erklärt Malina-Altzinger. Aber auch andere neue Absatzmärkte wie Russland (+21%), Indien (+44%), Japan (+21) oder China (+18%) wiesen 2007 eine hohe Dynamik auf. Aufgrund der guten Exportperfomance verzeichnete die Maschinen- und Metallwarenindustrie insgesamt einen Handelsüberschuss von 7,8 Mrd. (7,2 Mrd. 2006).

Neue Absatzmärkte und Kundennähe sind Hauptmotive für Auslandsaktivitäten

Die positiven Effekte der Internationalisierung für die Branche bestätigt auch eine aktuelle Studie zum Thema "Das Engagement der Maschinen- und Metallwarenindustrie im Ausland". Laut dieser sind 65% der befragten Unternehmen bereits seit über 15 Jahren aktiv grenzüberschreitend tätig. Mehr als 40% geben an, dass über 50% des Umsatzes auf die internationalen Produktionsverflechtungen zurückzuführen sind. Immerhin 24% der Betriebe rechnen 50% des Personalstandes ihrer Auslandsaktivität zu. Als Hauptmotive wurden die Erschließung neuer Absatzmärkte (für 90% der Befragten zutreffend) bzw. die Nähe zu Kunden (59%) genannt. Interessanterweise rangiert das Motiv niedrige Personalkosten erst an 4. Stelle. Diese sind für 43% der Unternehmen ein Beweggrund auch außerhalb Österreichs tätig zu sein. Nach Meinung von 95% der Unternehmen sind dabei qualifizierte Mitarbeiter, gefolgt von Marktkenntnissen (94%) und der richtige Geschäftspartner im Zielmarkt (90%) die wichtigsten Voraussetzung für eine erfolgreiches Engagement. "Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass eine Expansion der Unternehmenstätigkeit und die internationalen Produktionsverflechtungen auch die Inlandsstandorte der MMI und ihre Wettbewerbssituation verbessern. Durch die Internationalisierung der Arbeitsschritte entlang der Wertschöpfungskette kann jedes Unternehmen für sich entsprechende komparative Vorteile generieren", schließt der FMMI-Obmann seine Ausführungen ab.

Aussichten 2008

Für das laufende Jahr zeigt sich die Branche trotz der Ende 2007 deutlich nachlassenden Konjunktur derzeit zuversichtlich. Die österreichische Maschinen- und Metallwarenindustrie profitiert noch von den Auftragseingängen des Vorjahres. Grund dafür ist unter anderem der hohe Bedarf an Kapazitätserweiterungen, der vor allem dem Maschinenbau stabiles Wachstum auf hohem Niveau beschert. Wesentlich sensibler reagiert die Metallwarenindustrie: Nach einem Einbruch der Stimmungslage Ende 2007, sind die Aussichten laut aktueller Konjunkturprognose wieder optimistisch.

Über den FMMI

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren, die im Jahr 2007 gemeinsam einen Produktionswert von über 43 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte Branche stellt mit über 1.600 Unternehmen und mehr als 175.000 Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen der Maschinen- und Metallwarenbranche im internationalen Wettbewerb zu sichern.

Link zur Statistik und die Langversion der Studie :

FMMI (Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie):
www.fmmi.at -> Zahlen&Daten

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Kathrin Mück-Puelacher
FEEI Kommunikation
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