PRÖLL: Die EURO 08 wird ein Fest für Fußball und Umwelt

Initiative des Lebensministeriums "Umwelt am Ball" hat Weichen für nachhaltige Fußballeuropameisterschaft gestellt

Wien (OTS) - "Wenn morgen in Basel die EURO 08 angepfiffen wird, geht es nicht nur um Tore, Gruppensiege und den Aufstieg ins Finale. Für Österreich und die Schweiz ist die EURO 08 auch eine gewaltige Herausforderung im Umwelt und Klimaschutz. Mit der Initiative "Umwelt am Ball" hat Österreich eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die Umweltbelastungen durch diesen Fußballevent der Superlative so gering wie möglich zu halten und neue Umwelt-Maßstäbe für Großveranstaltungen zu setzen. Gemeinsam mit den Partnern von "Umwelt am Ball" und den Fans wollen wir das Ziel einer möglichst klimaneutralen Europameisterschaft erreichen", das erklärte Umweltminister Josef Pröll heute, Freitag, vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz.

Umweltminister Josef Pröll und sein Schweizer Amtskollege Moritz Leuenberger haben bereits im Juni 2007 ein gemeinsames Nachhaltigkeitskonzept beschlossen, mit dem die Fußball-Europameisterschaft zur "Grünen"-EM werden wird. In Österreich hat die Initiative des Lebensministeriums "Umwelt am Ball" die Umsetzung des gemeinsamen Nachhaltigkeitskonzeptes erfolgreich vorangetrieben.

Umweltfreundliche Stadien
Die EM-Stadien in Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt haben bereits vor dem Ankick zur EURO 08 die Zertifizierung nach dem freiwilligen EU-Umweltmanagementsystem EMAS geschafft. Durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen, die Anbindung an das Fernwärmenetz, Umsetzung ausgeklügelter Verkehrsleitsysteme, optimale Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, den Einbau energie- und wassersparender Haustechniksysteme und optimierte Abfallsammlung konnte die Umweltperformance der österreichischen EM-Arenen deutlich verbessert werden. Umweltminister Josef Pröll hat daher alle EM-Spielstätten mit dem "grünen Ball" ausgezeichnet.

Verkehr auch bei der EURO Klimasorgenkind Nr. 1
Für den Löwenanteil der zusätzlichen CO2-Belastung durch die EURO 08 ist die An- und Abreise der Fans verantwortlich. Daher wurden große Anstrengungen unternommen, um die Fußballbegeisterten aus aller Herren Länder zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewegen. Wichtigster Meilenstein dabei ist das so genannte Kombiticket, mit dem die Matchkarte am Spieltag und am Folgetag bis 12:00 Uhr zur Fahrkarte im gesamten Schienennetz von ÖBB und SBB wird. In Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt gilt das Ticket zur EURO auch für die Benützung von Bus, Straßenbahn und U-Bahn. Das ist eine europaweite Prämiere, die es flächendeckend nicht einmal bei der Fußball-WM in Deutschland gegeben hat. Mit 3.955 zusätzlichen Zugverbindungen in ganz Österreich stellen die ÖBB die reibungslose Mobilität der fußballbegeisterten Gäste sicher. Auf 3,6 Millionen Plätzen (2,4 Mio. Bahn + 1,2 Mio. Bus) werden insgesamt mehr als 225 Millionen Personenkilometer während der EURO 08 zusätzlich zum bestehenden Fahrplanangebot angeboten. Das spart der Umwelt 16.355 Tonnen CO2 und brachte der ÖBB die Auszeichnung mit dem "grünen Ball" durch Umweltminister Pröll ein.

Müllberge bleiben klein
Gleich mehrere "Umwelt am Ball"-Partner und Träger des "grünen Balls" sorgen dafür, dass die Abfallberge bei der EURO 08 nicht in den Himmel wachsen. Bei der Fantour zur EURO 08 sorgt die AVE für die umweltgerechte Entsorgung. In den Fanzonen und in den Stadien wird diese Aufgabe vom ARA-System und seinem operativen Partner ARGEV wahrgenommen. Um die Abfallbelastung von vornherein so gering wie möglich zu halten, kommt in allen österreichischen Stadien ein Mehrwegbecher-Pfandsystem zum Einsatz und in den Fanzonen werden Getränke primär in PET-Flaschen ausgegeben, die dank des Sammel-Know-hows von ARA System und ARGEV in einer der modernsten PET-Recyclinganlagen Europas in Müllendorf (Burgenland) wieder zu PET-Flaschen werden. Neben Stadien und Fanzonen wird auch in weiteren Public Viewing Bereichen und an neuralgischen Punkten wie Autobahnparkplätzen die getrennte Sammlung wesentlich verstärkt. Ein einheitliches Design und Sujets, die auch in den Stadien zum Einsatz kommen, sollen den BesucherInnen die Rückgabe erleichtern. Insgesamt werden während der EURO 08 rund 2.000 zusätzliche Sammelbehälter im Einsatz sein.

CO2-Kompensation durch Österreichische Klimaschutzprojekte
Um die zusätzliche Klimabelastung durch die EURO 08 auszugleichen wurde auf Initiative von "Umwelt am Ball" auch ein europaweit einzigartiges Finanzierungsmodell zur Förderung österreichischer Klimaschutzprojekte durch private Sponsoren geschaffen. "Umwelt am Ball"-Partner Coca Cola setzt bei der EURO nicht nur überaus energieeffiziente Kühlgeräte ein, sondern hat auch 20.000,- Euro in den Klimakompensationsfonds eingezahlt und BP Austria wird für jeden Liter BP Ultimate Diesel, der während der EURO 08 in Österreich getankt wird, einen Betrag von 1,5 Cent für inländische Klimaschutzprojekte bereitstellen.

Mehr zur Initiative "Umwelt am Ball" auf http://www.umweltamball.at

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