- 06.06.2008, 14:20:40
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PRÖLL: Die EURO 08 wird ein Fest für Fußball und Umwelt
Initiative des Lebensministeriums "Umwelt am Ball" hat Weichen für nachhaltige Fußballeuropameisterschaft gestellt
Wien (OTS) - "Wenn morgen in Basel die EURO 08 angepfiffen wird,
geht es nicht nur um Tore, Gruppensiege und den Aufstieg ins Finale.
Für Österreich und die Schweiz ist die EURO 08 auch eine gewaltige
Herausforderung im Umwelt und Klimaschutz. Mit der Initiative "Umwelt
am Ball" hat Österreich eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die
Umweltbelastungen durch diesen Fußballevent der Superlative so gering
wie möglich zu halten und neue Umwelt-Maßstäbe für
Großveranstaltungen zu setzen. Gemeinsam mit den Partnern von "Umwelt
am Ball" und den Fans wollen wir das Ziel einer möglichst
klimaneutralen Europameisterschaft erreichen", das erklärte
Umweltminister Josef Pröll heute, Freitag, vor dem Start der
Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz.
Umweltminister Josef Pröll und sein Schweizer Amtskollege Moritz
Leuenberger haben bereits im Juni 2007 ein gemeinsames
Nachhaltigkeitskonzept beschlossen, mit dem die
Fußball-Europameisterschaft zur "Grünen"-EM werden wird. In
Österreich hat die Initiative des Lebensministeriums "Umwelt am Ball"
die Umsetzung des gemeinsamen Nachhaltigkeitskonzeptes erfolgreich
vorangetrieben.
Umweltfreundliche Stadien
Die EM-Stadien in Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt haben
bereits vor dem Ankick zur EURO 08 die Zertifizierung nach dem
freiwilligen EU-Umweltmanagementsystem EMAS geschafft. Durch den
Einsatz von Photovoltaikanlagen, die Anbindung an das Fernwärmenetz,
Umsetzung ausgeklügelter Verkehrsleitsysteme, optimale Anbindung an
das öffentliche Verkehrsnetz, den Einbau energie- und wassersparender
Haustechniksysteme und optimierte Abfallsammlung konnte die
Umweltperformance der österreichischen EM-Arenen deutlich verbessert
werden. Umweltminister Josef Pröll hat daher alle EM-Spielstätten mit
dem "grünen Ball" ausgezeichnet.
Verkehr auch bei der EURO Klimasorgenkind Nr. 1
Für den Löwenanteil der zusätzlichen CO2-Belastung durch die EURO 08
ist die An- und Abreise der Fans verantwortlich. Daher wurden große
Anstrengungen unternommen, um die Fußballbegeisterten aus aller
Herren Länder zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu
bewegen. Wichtigster Meilenstein dabei ist das so genannte
Kombiticket, mit dem die Matchkarte am Spieltag und am Folgetag bis
12:00 Uhr zur Fahrkarte im gesamten Schienennetz von ÖBB und SBB
wird. In Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt gilt das Ticket zur
EURO auch für die Benützung von Bus, Straßenbahn und U-Bahn. Das ist
eine europaweite Prämiere, die es flächendeckend nicht einmal bei der
Fußball-WM in Deutschland gegeben hat. Mit 3.955 zusätzlichen
Zugverbindungen in ganz Österreich stellen die ÖBB die reibungslose
Mobilität der fußballbegeisterten Gäste sicher. Auf 3,6 Millionen
Plätzen (2,4 Mio. Bahn + 1,2 Mio. Bus) werden insgesamt mehr als 225
Millionen Personenkilometer während der EURO 08 zusätzlich zum
bestehenden Fahrplanangebot angeboten. Das spart der Umwelt 16.355
Tonnen CO2 und brachte der ÖBB die Auszeichnung mit dem "grünen Ball"
durch Umweltminister Pröll ein.
Müllberge bleiben klein
Gleich mehrere "Umwelt am Ball"-Partner und Träger des "grünen Balls"
sorgen dafür, dass die Abfallberge bei der EURO 08 nicht in den
Himmel wachsen. Bei der Fantour zur EURO 08 sorgt die AVE für die
umweltgerechte Entsorgung. In den Fanzonen und in den Stadien wird
diese Aufgabe vom ARA-System und seinem operativen Partner ARGEV
wahrgenommen. Um die Abfallbelastung von vornherein so gering wie
möglich zu halten, kommt in allen österreichischen Stadien ein
Mehrwegbecher-Pfandsystem zum Einsatz und in den Fanzonen werden
Getränke primär in PET-Flaschen ausgegeben, die dank des
Sammel-Know-hows von ARA System und ARGEV in einer der modernsten
PET-Recyclinganlagen Europas in Müllendorf (Burgenland) wieder zu
PET-Flaschen werden. Neben Stadien und Fanzonen wird auch in weiteren
Public Viewing Bereichen und an neuralgischen Punkten wie
Autobahnparkplätzen die getrennte Sammlung wesentlich verstärkt. Ein
einheitliches Design und Sujets, die auch in den Stadien zum Einsatz
kommen, sollen den BesucherInnen die Rückgabe erleichtern. Insgesamt
werden während der EURO 08 rund 2.000 zusätzliche Sammelbehälter im
Einsatz sein.
CO2-Kompensation durch Österreichische Klimaschutzprojekte
Um die zusätzliche Klimabelastung durch die EURO 08 auszugleichen
wurde auf Initiative von "Umwelt am Ball" auch ein europaweit
einzigartiges Finanzierungsmodell zur Förderung österreichischer
Klimaschutzprojekte durch private Sponsoren geschaffen. "Umwelt am
Ball"-Partner Coca Cola setzt bei der EURO nicht nur überaus
energieeffiziente Kühlgeräte ein, sondern hat auch 20.000,- Euro in
den Klimakompensationsfonds eingezahlt und BP Austria wird für jeden
Liter BP Ultimate Diesel, der während der EURO 08 in Österreich
getankt wird, einen Betrag von 1,5 Cent für inländische
Klimaschutzprojekte bereitstellen.
Mehr zur Initiative "Umwelt am Ball" auf
http://www.umweltamball.at
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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