• 06.06.2008, 12:50:14
  • /
  • OTS0190 OTW0190

Industrie: Freie Emissionszertifikate für exponierte Unternehmen unabdingbar

IV-GS Beyrer: Ansonsten droht Verlust von Jobs und Schaden für Klima - Frühzeitige und klare Festlegung erforderlich - IV begrüßt koordiniertes Auftreten der Bundesregierung

Wien (OTS) - (PdI) Als "unabdingbar" bezeichnete es der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer
heute, Freitag, "dass jene Unternehmen, die mit ihren Produkten im
internationalen Wettbewerb stehen, auch weiterhin von einer
Versteigerung der Emissionszertifikate ausgenommen werden. Diese
Betriebe müssen die Zertifikate weiterhin frei zugeteilt bekommen.
Zentral ist dabei aus Sicht der Industrie eine frühzeitige und klare
Festlegung." Basis der Zuteilung an die Unternehmen sollen Effizienz-
und Technologiekriterien sein, um Unternehmen, die schon sehr viel in
emissionsmindernde Maßnahmen investiert haben und den modernsten
Stand der Technik anwenden, weniger zu belasten, als jene mit
Nachholbedarf, so der IV-Generalsekretär anlässlich des Berichts der
Slowenischen EU-Präsidentschaft zum Energie- und Klimapaket im
EU-Umweltministerrat. Insbesondere verwies Beyrer auf heimische
Paradeunternehmen und Leitbetriebe, wie die voestalpine, die dringend
eine "lebbare" Lösung brauchen, um weiter am Standort Österreich
wettbewerbsfähig tätig zu sein. Dies insbesondere, weil die
voestalpine schon heute ein Vorbildunternehmen für Energieeffizienz
und Umweltverträglichkeit sei.

"Eine Verschiebung der Entscheidung auf 2010 oder später ist
angesichts anstehender Investitionen keinesfalls akzeptabel", betonte
Beyrer. Die Reduktion der Gesamtemissionen und damit der
Klimaschutzbeitrag der Industrie hänge in keiner Weise von einer
kompletten oder teilweisen Versteigerung der Zertifikate ab - auch
bei einer Gratiszuteilung stehe nur eine gewisse, von Jahr zu Jahr
geringer werdende, Menge an Zertifikaten zur Verfügung. "Das
Klimaschutzziel wird hierbei genauso erreicht, nur die
Wettbewerbsverzerrung und damit das Risiko von Arbeitsplatzverlusten
wäre dabei aber geringer", sagte der IV-Generalsekretär. Vor diesem
Hintergrund werde der Bericht der Slowenischen Präsidentschaft von
der Industrie mit Sorge zur Kenntnis genommen.

Die EU bewege sich "auf einem schmalen Grat. Wenn es nicht
gelingt, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die im
internationalen Wettbewerb stehenden Unternehmen zu schaffen, wird
sich das berechtige Klimaschutzanliegen der EU das Gegenteil
bewirken. Effiziente europäische Standorte werden durch hohe
Zertifikatskosten über Gebühr belastet und Produktion findet dann
anderswo in der Welt statt. Damit gehen Arbeitsplätze und Wohlstand
verloren und das Weltklima wird weiter belastet", so Beyrer. Vor dem
Hintergrund begrüße die Industrie das bisherige koordinierte
Auftreten der österreichischen Bundesregierung bei den laufenden
Verhandlungen. "Die Regierung handelt im Sinne einer
verantwortungsvollen Klimaschutzpolitik, die Standort und Klimaschutz
im Auge behält", sagte der IV-Generalsekretär.

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

Rückfragehinweis:

IV-Newsroom
   Tel.: (++43-1) 711 35-2306
   Fax: (++43-1) 711 35-2313
   mailto:[email protected]
   http://www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NPI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel