Tumpel zum Jugendbeschäftigungspaket: Jetzt rasch und konsequent umsetzen

AK Präsident fordert ausreichend Budget für bis zu 17.000 Ausbildungsplätze und die Garantie, dass vor allem Ausbildung mit Qualität gefördert wird

Wien (OTS) - "Die neue überbetriebliche Lehrausbildung und die Reform der Lehrstellenförderung sind ein Erfolg für die Jungen in Österreich", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Nach dem gestrigen Beschluss des Jugendbeschäftigungspakets im Nationalrat können wichtige Sozialpartner-Vorschläge für mehr und bessere Lehrstellen umgesetzt werden. "Ganz wesentlich ist, dass alle Jungen ohne Lehrstelle im Betrieb eine vollwertige Ausbildung in übetrieblichen Einrichtungen machen können und dafür bis zu 17.000 Plätze eingerichtet werden", sagt Tumpel, "und dass durch die Reform der Lehrstellenförderung vor allem jene Lehrbetriebe gefördert werden, die Ausbildung mit Qualität und Zukunftschancen bieten." Damit das Jugendbeschäftigungspaket rasch und konsequent umgesetzt werden kann, müsse im Budget sichergestellt werden, dass von 2008 bis 2010 tatsächlich 1,2 Milliarden Euro zur Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen und der neuen Lehrstellenförderung zur Verfügung stehen. Und bei der neuen Förderung der Lehrausbildung im Betrieb müsse sich der zuständige Förderausschuss konsequent an der Ausbildungsqualität und den Zukunftschancen der Jugendlichen orientieren und insbesondere auf die Chancen der Mädchen achten.

Damit das Jugendbeschäftigungspaket rasch und konsequent umgesetzt werden kann, fordert Tumpel zusätzlich zu ausreichenden Budgetmitteln, dass bereits durch die Anforderungen bei der Ausschreibung von Aufträgen für überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen die Ausbildung wirklich durchgehend bis zum Lehrabschluss und mit hoher Ausbildungsqualität gewährleistet ist. Zuständig dafür ist das Arbeitsmarktservice. Wichtig ist Tumpel auch, dass bei der neuen Förderung von Lehrbetrieben im zuständigen Förderausschuss darauf geachtet wird, dass Zusatzförderungen wirklich für Ausbildungsqualität vergeben werden. Ziel müsse auch die Förderung des gleichen Zugangs von Mädchen und jungen Frauen zu den verschiedenen Lehrberufen sein. Förderungen sollen aber auch an Lehrbetriebe vergeben werden, die die Qualität der Ausbildung zur Mitte der Lehrzeit einer Überprüfung unterziehen lassen.

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