Startschuss für neue Gemeinschaftsstation ÖBB/Wiener Linien in Stadlau

Eröffnung für Herbst 2010 geplant

Wien (OTS) - Die neue Gemeinschaftsstation von ÖBB und Wiener Linien bringt wesentliche Verbesserungen für die Kunden. Die Station dient zukünftig als wichtige und erste Umsteigemöglichkeit für die aus Richtung Marchegg bzw. Hausfeldstraße kommenden Fahrgäste der ÖBB ins Wiener U-Bahn-Netz. "Damit entwickelt sich die Station zu einem der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte für die Donaustadt", so Stadtrat DI Rudolf Schicker. Vor allem für EinpendlerInnen nach Wien wird die Fahrt ins Stadtzentrum mit den Öffis noch attraktiver werden. "Ein weiterer Schritt hin zu mehr umweltfreundlichen Verkehr auf dem Weg in die Stadt - für mehr Lebensqualität in Wien."

Zwei neue Nahverkehrsgleise werden das Stationsbauwerk an die ÖBB-Gleise anbinden. Sie zweigen vor dem Bahnhof Stadlau ab und fädeln nach dem Bahnhof Stadlau wieder in die Bahnstrecken Richtung Laa a.d.Thaya und Marchegg (und weiter nach Bratislava) ein.

Weiterer hochwertiger Verkehrsknotenpunkt S-Bahn / U-Bahn
"Mit dem heutigen Spatenstich zu Beginn der ÖBB-Arbeiten am Gemeinschafts¬projekt wird die Basis gelegt für einen weiteren hochwertigen Verkehrsknotenpunkt zwischen S-Bahn und U-Bahn", unterstreicht DI Peter Klugar, Vorstandssprecher ÖBB-Holding AG. "Wir wollen unseren Kunden mit der neuen Verkehrsstation optimale Umsteigemöglichkeiten zwischen U2 und S80 bzw. Regionalbahn bieten", betont auch DI Günter Steinbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Linien. Insgesamt sei die Verknüpfung der ÖBB-Bahnhöfe mit den verlängerten U-Bahnen (U1-Leopoldau und nun U2-Stadlau) ein zukunftweisendes Projekt mit hohem Kundennutzen, so einhellig Klugar und Steinbauer.

Bisher haben Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien Umsteige¬möglichkeiten in folgenden Verkehrsstationen:

  • U1: Haltestelle Südtiroler Platz (S1-S9, S15), Bahnhof Wien Praterstern (S1-S9, S15), Leopoldau (S1, S2, S8)
  • U2: Bahnhof Wien Praterstern (S1-S9, S15)
  • U3: Ottakring (S45), Wien Mitte (S1-S9, S15), Simmering (S8, S80), Westbahnhof (S50)
  • U4: Wien Mitte (S1-S9, S15), Heiligenstadt (S40, S45), Hütteldorf (S15, S45, S50)
  • U6: Station Philadelphiabrücke bzw. Bahnhof Wien Meidling (S1-S9, S15), Spittelau (S40), Handelskai (S1-S9, S15, S45) und Floridsdorf (S1-S9, S15)

Neubau bei laufendem S-Bahn Betrieb
Mit dem Projektteil der Wiener Linien wurde im Herbst 2006 begonnen. Die Unterbau- und Brückenbauarbeiten des ÖBB-Projektteiles starten am 6. Juni. Der Bauablauf ist so abgestimmt, dass die Station Stadlau von ÖBB und Wiener Linien gemeinsam im Herbst 2010 eröffnet werden kann. Auch die Gleisanlagen und alle Oberleitungen am Bahnhof Stadlau werden adaptiert.

Bestehende Gebäude und Gleisanlagen sowie der Bahnsteig der Haltestelle Stadlau werden entfernt. Dies ermöglicht eine neue, parallel führende Gleisanlage und damit ein Ausfahren der Züge sowohl Richtung Marchegg als auch Richtung Laa/Thaya. Als Ersatz für die entfallenden Gleisanlagen wurde im Februar 2007 eine neue Abstellanlage in Hirschstetten fertig gestellt.

Moderne, barrierefreie Verkehrsstation auf mehreren Ebenen
Die Station Stadlau wird in mehreren Ebenen errichtet: Der S-Bahn-Teil erstreckt sich parallel zur und etwa 6 m über der Kaisermühlenstraße. Der Stationsteil der U2 liegt in zweifacher Hochlage auf einem Brückentragwerk etwa 13 bis 14 Meter über dem Niveau, schräg über der geplanten S80-Trasse. Am gemeinsamen Stationsgebäude dockt der 210 m lange ÖBB-Mittelbahnsteig an. Eine Überdachung und Wartekojen bieten den Kunden Schutz vor Wind und Regen. Um einen beidseitig barrierefreien Zugang zu ermöglichen, ist u.a. auch am südlichen Ende des Bahnsteigs eine Liftanlage angeordnet. Ein Blindenleit- und Kundeninformationssystem ergänzen den hohen Kundenstandard. Der gesamte Bauabschnitt des ÖBB-Teiles ist über 2 km lang. Weiters werden 1,5 km Lärmschutzwände errichtet.

Modernisierung des Lok-Stützpunktes Stadlau
Der Traktionsstützpunkt Stadlau ist ein wesentlicher Stützpunkt im Raum Wien für die Abwicklung der Zugverkehre im Osten und Norden Österreichs und der Verschub¬einsätze im Großraum Wien. Als Teil des Projekts werden im Bereich des Bahnhofs Stadlau die Gleisanlagen des Stützpunktes neu gestaltet, eine Service- und Abstellanlage mit einer maximalen (gleichzeitigen) Abstellkapazität von 18 Loks und eine neue, moderne Diesel-Tankanlage für die ÖBB-Traktion GmbH errichtet. Die Betankungen der Diesel-Loks erfordern derzeit Donau querende kosten- und zeitintensive Leerfahrten. Mit Errichtung der Tankanlage ist dies nicht mehr erforderlich. Für die rund 60 Lokführer des Stützpunktes Stadlau bringt die Neuadaption der Anlage eine deutliche Verbesserung im täglichen Arbeitsablauf.

Das Investitionsvolumen des gesamten Projekts "Gemeinschaftsstation S80/U2" beträgt rund 71,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die bereits fertig gestellte Unterführung Stadlauer Straße und die Abstellanlage für Schienenfahrzeuge in Hirschstetten.

ÖBB: Österreichs umweltfreundlichster Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 448 Mio. Fahrgäste und 97 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
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Mag. Johann Ehrengruber
Pressestelle der Wiener Linien
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