- 05.06.2008, 13:41:44
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Umweltministerium: Zeitplan zum Vorfall in Krsko vom 4.6.2008
Wien (OTS) - Das Strahlenfrühwarnsystem des österreichischen
Umweltministeriums umfaßt 336 Meßstellen in Österreich sowie eigene -
österreichische - Messstellen in Tschechien, Ungarn, in der Slowakei
sowie in Slowenien. Zudem verfügt Österreich über Zugriffsrechte auf
die Strahlenfrühwarnsysteme in Slowenien, Ungarn, Slowakei,
Süd-Deutschland sowie Tschechien.
Die Strahlenwarnzentrale ist mit den österreichischen Messstationen
24 Stunden online verbunden. Abweichungen der Messwerte würden
umgehend in Wien wahrgenommen und - unabhängig von Informationen aus
dem Ausland - entsprechend der Vorgaben der Interventionsverordnung
nach dem Strahlenschutzgesetz zu einer Alarmierung der zuständigen
Stellen des Zivil- und Katastrophenschutzes im Bund sowie den Ländern
führen.
Zu keinem Zeitpunkt des gestrigen Tages sind an irgend einer der für
das AKW Krsko relevanten Messstationen Messwerte verzeichnet worden,
die ein Vorgehen entsprechend der Interventionsverordnung nach dem
Strahlenschutzgesetz erforderlich gemacht hätten.
Wie bereits gestern durch das Umweltministerium veröffentlicht, waren
künstliche Alpha- und Beta-strahlende Radionuklide in der Luft unter
der Nachweisgrenze, Cs-137 und Iod-131 ebenfalls nicht nachweisbar.
Beim slowenischen Ortsdosisleistungsmessnetz um Krsko lagen die
Messwerte ebenfalls im Bereich der Schwankungen des natürlichen
Hintergrundes zwischen 70 und 98 nSv/h.
Zum Zeitablauf der Information aus dem Ausland stellt das
Umweltministerium hiermit die Eckdaten des zeitlichen Ablaufs zur
Verfügung.
18:03 Uhr ECURIE "Alert"-Meldung trifft in der Einsatz- und
Krisenzentrale des österreichischen Innenministeriums ein.
18:39 Uhr Aufgrund des bilateralen Abkommens mit Slowenien:
EMERCON-Meldung mit Details über den Vorfall - irrtümlich mit der
Kennzeichnung "Exercise" versehen - ergeht von Slowenien an die
Einsatz- und Krisenzentrale des österreichischen Innenministeriums
sowie auch an IAEO, Italien und Ungarn.
18:49 Uhr Einsatz- und Krisenzentrale des österreichischen
Innenministeriums informiert Strahlenwarnzentrale des
Umweltministeriums über die "Exercise" Meldung (Übung). Die
Strahlenwarnzentrale verifiziert die Informationen und unternimmt
trotz der Angabe einer "Übung" eine zielgerichtete Überprüfung der
Informationen sowie der Werte der einzelnen relevanten Messstationen.
19:15 Uhr Information der Einsatz- und Krisenzentrale des
österreichischen Innenministeriums durch Strahlenschutzzentrale, dass
keine Gefährdung für Österreich feststellbar ist.
20:00 Uhr Abschließende Rückfrage bei der slowenischen
Aufsichtbehörde.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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