• 05.06.2008, 09:30:00
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Österreichs "Risiko-Hotspots"

Allianz Versicherung warnt vor Naturkatastrophen-Risiken

Wien (OTS) - Die Schäden durch Naturkatastrophen nehmen unter dem
Einfluss des Klimawandels weltweit dramatisch zu. Auch in Österreich
verändern sich die Risiken signifikant: Allein in den letzten vier
Jahren haben sich die Schäden vervierfacht. Dies betonte die Allianz
Versicherung anlässlich der Präsentation der Ergebnisse ihrer
aktuellen Risikoforschung. "Wie kaum ein anderes europäisches Land
ist Österreich einem Mix verschiedenster Bedrohungen durch
Naturkatastrophen ausgesetzt", so Allianz Meteorologe Mag. Rupert
Pichler. Die präzise Kenntnis der Gefahrenzonen ermögliche aber,
entsprechende Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

Kaum ein Bundesland bleibt dabei verschont. Stellt die Sturmflut
am Bodensee lediglich eine rein theoretische Möglichkeit dar, so gibt
es sehr wohl eine ganze Reihe konkreter "Risiko-Hotspots". Während
durch Winterstürme vor allem das Innviertel und das südliche
Niederösterreich bedroht sind, ist die Hagelgefahr im Salzburger
Pinzgau, Unterkärnten und dem Tiroler Unterland am größten.
Schneedruckschäden wiederum finden sich überraschenderweise seltener
im Westen als in den alpinen Regionen Oberösterreichs und der
Steiermark, wo die Bauweise den möglichen Schneelasten weniger gut
angepasst ist.

Dass man mit entsprechender Vorsorge einiges erreichen kann,
zeigen die drei von großen Hochwasser-Ereignissen am meisten
bedrohten Städte unseres Landes: Linz-Urfahr, Steyr und Krems.
Potenziell gefährlicher würden daher künftig, so Allianz Meteorologe
Pichler, so genannte "Flash Floods" - kleine, normalerweise
unscheinbare Bäche im ganzen Land, die sich binnen Stunden in
reißende Ströme verwandeln.

"Unterschätzt wird hierzulande vor allem die Erdbebengefahr", ist
Pichler überzeugt. Daran ändern auch erschütternde Bilder wie
kürzlich aus China wenig. Im letzten Jahrhundert zeichnete die Wiener
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik durchschnittlich 17
spürbare Erdbeben pro Jahr in Österreich auf. Am meisten gefährdet:
das Wiener Becken, Inn- und Mürztal.

Augenmerk auf Prävention

Die Prävention funktioniert bei den verschiedenen
Naturkatastrophen-Risiken unterschiedlich gut. So gibt es für
Hochwasser (www.hochwasserrisiko.at) und Blitzschlag (www.aldis.at)
instruktive Websites, die die regionale Risiko-Exposition aufzeigen
und zur Vorsorge animieren. Dennoch werden nach wie vor Häuser in
"roten" Hochwasser-Zonen errichtet, und bei Gewittern zieht kaum
jemand den Netzstecker seiner elektronischen Geräte.

Bei Stürmen funktioniert die Warnung durch die Medien zwar meist
hervorragend. "Doch die Bauweise vieler Gebäude ist eher am Design
orientiert als an der Widerstandsfähigkeit", fürchtet Allianz Experte
Pichler. Weichholzelemente und Weichmetallpaneele bieten Sturm oder
Hagel dann die entsprechenden Angriffsmöglichkeiten. Als Folge sind
die Sturmschäden in Österreich in den letzten drei Jahren auf das
Vierfache angestiegen.

Und schließlich sollten auch beim Erdbeben- und Schneedruck-Risiko
die geltenden Bau-Normen in vielen Bundesländern raschest angepasst
werden.

Klimawandel als Risikofaktor

Der Klimawandel könne zwar nicht für alle Naturkatastrophen
verantwortlich gemacht werden, lasse aber ein Ansteigen mancher
Risiken in den kommenden Jahren befürchten, warnt die Allianz. So
gebe es einen begründeten Verdacht, dass aufgrund des größer
werdenden Energie- und Feuchtigkeitsgehaltes in der Atmosphäre öfter
Hagel und Gewitter entstehen können. Und durch veränderte
atmosphärische Zirkulationsmuster seien so genannte "Vb-Wetterlagen"
(ein Mittelmeertief, das um die Alpen nordostwärts über Österreich
zieht und häufig massive Niederschläge mit sich bringt), wie sie zum
Katastrophen-Hochwasser 2002 und 2005 führten, wahrscheinlicher.

"Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen ist für die Allianz
Versicherung eine umfassende Risikoforschung in Sachen
Naturkatastrophen ebenso ein Gebot der Stunde wie ein aktives
Engagement im Kampf gegen den Klimawandel", betont Mag. Rémi
Vrignaud, Bereichsleiter Versicherungstechnik der Allianz Gruppe in
Österreich.

Als erste und einzige Versicherung ist die Allianz daher seit
Jahresbeginn Mitglied der Climate Group Austria des World Wildlife
Fund. Aus der Zusammenarbeit mit einer der führenden
Umweltorganisationen der Welt erhofft man sich die Nutzung vieler
Synergieeffekte im Dienste der Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen
Bewusstseinsbildung bei Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern
sowie die Entwicklung von Versicherungsangeboten, die umweltgerechtes
Verhalten erleichtern oder belohnen. Und schließlich wird die Allianz
Österreich im Zeitraum 2000 bis 2010 auch ihren eigenen CO2-Ausstoß
um 20 Prozent reduzieren.

Foto zum Download unter www.allianz.at: Abdruck honorarfrei

Nützliche Links:

- www.hochwasserrisiko.at
- www.aldis.at
- Allianz Klimastudie:
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news/2008/artikel35.html

Rückfragehinweis:

Mag. Bernd Huemer
   Unternehmenskommunikation
   Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft
   Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
   Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
   Tel: 01/878 07 - 88710, Fax: - 40261
   mailto:[email protected]
   Internet: www.allianz.at

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