- 04.06.2008, 10:13:52
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Landesrätin Stöger unterstützt raschen Ausbau des Krankenhauses Ried
Gegen Zentralismus und für regionale Planung bei der Gesundheitsreform
Linz (OTS) - Bei einem Besuch vor Ort hatte
Gesundheits-Landesrätin Dr.in Silvia Stöger dem Krankenhaus der
Barmherzigen Schwestern Ried bereits ihre volle Unterstützung für die
notwendigen Ausbaupläne zugesagt. "Das Spital kann den
Patientenandrang so nicht mehr bewältigen. Notbetten am Gang oder im
Bad sind nicht akzeptabel, die Patientinnen und Patienten haben das
Recht auf bestmögliche medizinische Versorgung und Pflege sowie auf
Wahrung ihrer Intimsphäre", betont Stöger. Sie gab den Auftrag,
raschestmöglich die erforderlichen behördlichen Genehmigungen
abzuwickeln.
Die Zahl der stationären Patientinnen und Patienten des Rieder
Spitals ist allein in den letzten vier Jahren um fast 15 % auf
jährlich nun schon 30.000 gestiegen. Besonders betroffen sind die
Fachbereiche Innere Medizin und Neurologie mit 101 % Auslastung sowie
die Orthopädie mit über 97 % Auslastung. Die empfohlene
Soll-Auslastung liegt bei 85 %. "Es gibt also nicht nur zu
Spitzenzeiten fallweise Überlastungen, sondern auch im Jahresschnitt
eine dauernde Überbelegung. Diese Situation kann selbst durch bestes
flexibles Bettenmanagement zwischen den Abteilungen nicht mehr gelöst
werden." Stöger will daher im Rahmen des Regionalen Strukturplans
Gesundheit die Bettenzahl in Ried von derzeit 444 um 31 auf dann 475
erhöhen lassen. Auch das Österreichische Bundesinstitut im
Gesundheitswesen (ÖBIG) hat diesen zusätzlichen Bettenbedarf
bestätigt. "Der Bedarf an neurologischen und orthopädischen
Leistungen wird zweifelsohne in Zukunft noch deutlich ansteigen", ist
Dr.in Stöger überzeugt.
"Das Krankenhaus Ried ist ein Beispiel dafür, dass durch eine
dezentrale Gesundheitsplanung schnell und effektiv auf neue
Herausforderungen reagiert werden kann. So kann den regionalen
Besonderheiten und Notwendigkeiten besser entsprochen werden",
spricht sich Stöger neuerlich gegen einen Zentralismus aus, wie er
mit der aktuellen Gesundheitsreform geplant ist. Das gilt auch für
die Großgeräteplanung, die Stöger von der Bundes- und auf Landesebene
verlagert haben will. "Neben bestens ausgestatteten Spitälern sind
qualitativ hochwertige Diagnostikmethoden für die bestmögliche
Gesundheitsversorgung der Bevölkerung notwendig."
Damit das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried zukünftig
weitere zeitgemäße Diagnosemöglichkeiten anbieten kann, wird es mit
einem modernen Krebsscanner, einem sogenannten PET-Gerät,
ausgestattet. Die Anschaffung dieses Gerätes ist grundsätzlich
bereits genehmigt. In der Sitzung der Gesundheitsplattform am 2. Juli
2008 beabsichtigt die Gesundheits-Landesrätin den entsprechenden
Finanzierungsbeschluss herbeizuführen. "Ich gehe davon aus, dass die
Plattform einen Zuschuss gewähren wird, da dieses Gerät vom Bund und
von der Landesregierung in den Großgeräteplan aufgenommen wurde", ist
Stöger überzeugt.
"Ich sehe in der Aufwertung des Krankenhauses der Barmherzigen
Schwestern Ried nicht nur einen Vorteil für die Patientinnen und
Patienten der Region, sondern auch Anerkennung für die Bemühungen und
die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses Spitals zum
Wohle der Bevölkerung und Wertschätzung für die Erfüllung des
breitgefächerten Versorgungsauftrages und der umfassenden Kompetenz
dieses Hauses", resümiert Stöger.
Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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