• 02.06.2008, 09:46:28
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Plassnik: "Erfolgreicher Friedensaufbau nur mit Einbeziehung von Frauen möglich"

Außenministerin zur Ernennung einer Schwedin zur stellvertretenden Leiterin der UNO-Polizeimissionen

Wien (OTS) - "Frauen haben ein umfassendes Potential für
nachhaltige Konfliktlösung und Friedenssicherung. Dieses darf nicht
ungenutzt bleiben. Das konsequente Engagement von internationalen
Frauennetzwerken hat wesentlich dazu beigetragen, dass dieses
Potential immer mehr genutzt wird. UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon
hat in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Ernennungen konkrete
Schritte zur Stärkung von Frauen in friedenserhaltenden
UNO-Operationen gesetzt. Die Ernennung einer Frau zur
stellvertretenden Leiterin der UNO-Polizeimissionen ist ein weiteres
Signal in die richtige Richtung", so Außenministerin Ursula Plassnik
anlässlich des Dienstantrittes der Schwedin Ann-Marie Orler.

Der Posten wurde wegen der stark gestiegenen Nachfrage nach
qualifizierten Polizistinnen und Polizisten für friedenserhaltende
Operationen geschaffen. Weltweit seien laut UNO bei Missionen mehr
als 11.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. "Eine besondere
Herausforderung ist die Rekrutierung von Frauen. Es gilt, Anreize für
Frauen zu schaffen, sich freiwillig für Missionen zu melden, um den
Frauenanteil nachhaltig zu erhöhen. Das derzeit einzige rein
weibliche Polizeikontingent im Rahmen einer friedenserhaltenden
Operation - das Kontingent indischer Polizistinnen in Liberia - darf
nicht länger ein Einzelfall bleiben," so Plassnik. Frau Orler setze
daher mit ihrer Ankündigung, die verstärkte Rekrutierung von Frauen
zu einer ihrer Prioritäten machen zu wollen, die richtigen
Schwerpunkte.

Die Außenministerin verwies darauf, dass der UNO-Sicherheitsrat
bereits im Jahr 2000 in der Resolution 1325 nachdrücklich eine
Ausweitung des Beitrags von Frauen bei Feldmissionen der Vereinten
Nationen gefordert habe. "Österreich hat im vergangenen August einen
nationalen Aktionsplan zu den Zielsetzungen dieser
Sicherheitsratsresolution angenommen und entsendet Polizeikräfte in
den Kosovo. Bei der UNMIK-Mission sind derzeit auch vier
Österreicherinnen im Einsatz. Ich bin zuversichtlich, dass weitere
Entsendungen von Frauen folgen. Frauen in friedenserhaltenden
Operationen müssen eine Selbstverständlichkeit werden", so Plassnik.

Rückfragehinweis:

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